Die Zeiten ändern sich. Die Hobbys auch!

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Wer jetzt vermutet das ich das Geocaching komplett an den Nagel hänge, liegt falsch. Aber mein Cacheverhalten hat sich seit Beginn sehr stark verändert.

Das liegt nicht nur an den vielen (negativen) Veränderungen bei Groundspeak, sondern natürlich auch daran das ich noch andere Hobbys habe. Seit kurzem bin ich ja auch unter die Imker gegangen. Aufmerksame Leser von meinem Twitter– oder Google+ Feed sollten das schon bemerkt haben.

Aber zurück zum Geocaching. Was hat sich denn nun genau verändert? Ich zähle einfach mal ein paar Dinge auf die mir über die Jahre hinweg aufgefallen sind:

  • Es gibt immer mehr Masse statt Klasse
  • Groundspeak forciert „Punkte- und Souvenirsammeln“
  • es wird immer schwieriger aus der Masse schöne Caches rauszusuchen
  • das Favoritensystem zerstört viele schöne Caches durch Massencachetourismus
  • und vieles mehr

Aus diesen Gründen hab ich mein Cacheverhalten stark geändert. Nicht weil, wie viele vermutet haben, ich das Cachen ganz aufgebe.  ;)

Statt dessen suche ich mir gezielt Caches raus die etwas älter sind, die haben noch den „Spirit of Geocaching„.

Auch habe ich mir erlaubt Caches einfach nicht zu loggen. Geht wunderbar. Es besteht natürlich die Gefahr das man einen Cache doppelt besucht.

Macht aber nichts, denn mir ist der Weg wichtiger als das Ziel.

Scheinbar geht es nicht nur mir so, denn meiner Beobachtung nach machen das viele Cacher die schon länger dabei sind genauso.

Wie sieht es bei Euch aus? Hat sich Euer Cacheverhalten auch mit der Zeit stark verändert?

9 Kommentare

  • JR849 sagt:

    Caches nicht loggen und doppelt besuchen – warum kommt mir das nur so seltsam bekannt vor? #lol
    Um es mal im Neudeutsch-Slang zu sagen: I’m with you, bro! :-D

  • Spike05de sagt:

    :lol: Hab es gleich mal verlinkt :mrgreen:

  • Schrottie sagt:

    Ich habe das Cachen auch ganz stark eingeschränkt. Dafür bin ich eben jetztt deutlich mehr mit dem Rennrad unterwegs und da macht es dann einfach keinen Spaß, laufend abzusteigen um nach irgendeiner (oft belanglosen) Dose zu suchen.

    Geocaching ist durch die schiere Masse eben nicht mehr das, was es früher[tm] mal war. Und so suche ich auch fast nur noch Dosen die ich über Opencaching.de finden kann. Zwischendurch, meist mit Freunden, auch mal eine GC-Dose, die dann aber auch nur offline geloggt wird. Dieses Jahr komme ich auf ganze 43 Funde. In 2009 waren es noch über 1000. Das spricht ja eine recht deutliche Sprache.

  • Max sagt:

    Bei mir hat sich das schon seit längeren dahingehend geändert, dass ich daheim praktisch gar nicht mehr für mich cachen gehe, sondern lieber im Urlaub (bevorzugt im Ausland), weit weg von Zuhause die eine oder andere Dose suche.

    Es kann natürlich mal vorkommen, dass ich mir für eine Moppedtour ins Umland mal 1-2 Dosen raussuchen, heißt aber nicht, dass ich die dann auch zwingend suche. Ist dann eher so, dass ich ein Ziel habe.

    Der Reiz in Berlin eine Dose zu suchen ist auf Grund der Masse an lieblosen Filmdosen einfach nicht mehr da.
    Da ich morgen Besuch von Cachernachwuchs bekomme, mache ich mir schon Gedanken ob und was ich mit ihm hier mal suchen könnte. Es bleibt schwierig.

  • Team76 sagt:

    Nichts ist so kontinuierlich wie die Veränderung.

    Auch wenn wir zu der „Welle“ von 2011 gehören, als wir mit dem Hobby begannen, so hat sich für uns in den letzten 4 Jahren so einiges geändert (besonders im letzten Jahr). Das Gejammer über Groundspeak haben wir bereits hinter uns gelassen und haben durch einen Freund unser Motto für unsere Art des Geocachings gefunden:

    „Das wichtigste am Geocaching sind die Leute, nicht die Funde.“

    Was hat man früher[TM] an Benzin vergondelt – nur um irgendwie die Homezone sauber zu haben. Irgendwelche Powertrails abgeklappert und lieblos in Pampa geworfene Dosen geloggt. Den FTFs hinterher gejagt und sinnlos mehrere Wochen Dauercachen ausprobiert. War ja alles noch neu und spannend.

    Sollte das schon alles sein? Nein! Durch Events und soziale Medien hat man andere Cacher kennen gelernt, die ganz ähnlich dachten. Man kann sich auch ganz ohne Gummipunkt treffen (z.B. EOP Gewölbe in Neu-Ulm) und Spaß haben. Megas und Gigas bieten (wenn es dann klappt bei der Masse an Events) Leute aus ganz Deutschland zu treffen, die man vielleicht nur ein oder zwei Mal im Jahr sieht. Da kann man dann in illustrer Runde vielleicht zusammen einen Multi machen (geht aber auch ganz ohne Cachen) und verbringt eine schöne Zeit zusammen.

    So haben wir uns so langsam zu Party-Cachern entwickelt und haben jede Menge Spaß dabei. Einige von den Menschen, die wir getroffen haben, möchten wir auch nicht mehr missen. Und wenn es sich ergibt, dann gehen wir sogar mal zwischendurch eine Dose suchen. Warum auch nicht? Wenn sich die Punktegeilheit erst einmal gelegt hat, ist Geocaching eine sehr entspannte Angelegenheit.

  • Grüner Baum sagt:

    Anfangs noch zu jeder neuen Dose, gerne auch FTF-mäßig mit Blaulicht, ausgerückt hat sich vieles beruhigt. Sinnlos Diesel zu verheizen für ein Dose irgendwo im Wald – nö. Sehr gerne nehm ich heute größere Runden als Anreiz sie zu erwandern oder mit dem Rad abzufahren, ob das jetzt ein Powertrail ist oder nicht, es zählt das Naturerlebnis und Zusammentreffen mit netten Leuten.

  • Erstling1 sagt:

    Interessanter Beitrag, dessen Inhalt ich inzwischen immer öfter gelesen und gehört habe. Stimmt schon, seit ich 2008 angefangen habe, hat sich vieles verändert, das Geocaching von früher, streng geheim und kau bekannt, gibt es nicht mehr. Aber das alles schlechter geworden ist, halte ich auch für falsch. Das Hobby ist breiter geworden, bietet mehr Facetten, und damit für jeden das was er will. Wenn ich lese „Party-Cacher“,die von Mega zu Giga ziehen, dann hat das für mich null mit Geocaching zu tun und wäre ein Graus für mich – aber wem es Spaß macht, immer gerne. Ich suche mir auch raus, was mir gefällt, an einem Tag einen Multi mit 15 km und am nächsten einen Powertrail. Mal mit Freunden und mal allein. Und wenn ich bedenke, wie viele einzigartige Stellen ich gesehen habe, ist und bleibt Geocaching ein traumhaftes Hobby. Und wer zwingt mich denn, die schlechten Dosen (die es meiner Ansicht nach übrigens 2008 in einem ähnlichen prozentualen Verhältnis gab) zu suchen? Darum wünsche ich jedem viel Spaß bei der Form von Geocaching, die ihm Freunde bereitet.

  • temu_dshin sagt:

    Der Punktewahn ringsrum ist schon erstaunlich aber was sagt eine solche Zahl aus? Nix wie ich find.Wir gehen auch noch gern auf Dosensuche nur eben mit Freunden und ein schönen Wandermulti oder wie letztes We eine kleine Tradirunde bei der jeder Tradi ein Meisterwerk an Idee und Handwerk war. Hundepissrunden also andere Tradis machen wir schon lang nicht mehr obwohl sie direkt vorm Haus liegen. Kleine Events (ja sowas gibs noch :lol: ) mit oder ohne Punkt sind zur Zeit unser Höhepunkt vom Hobby. Eben jeder so wie er will! Jede Neuerung von GC sind leider nur negativ für’s Hobby aber in unserer heutigen Zeit die ja rennt wer weiss wielang es noch dieses GC geben wird den die Zahlen sind ja eher rückläufig!
    Gruß von über de Berge :lol:

  • Kleine Lauter sagt:

    Früher was alles besser, vor allem die Zukunft :-)

    Es stimmt, bestimmte Geocachetypen wie Nachtcaches, Lost Places und Klettercaches sind fast ausgerottet worden durch den Hype der letzten Jahre.
    Doch die Zahlen bei Groundspeak sind stark rückläufig.

    Das Verlangen der Reviewer von schriftlichen Genehmigungen von Caches im Wald, die mal vom Standarddöschen am Waldweg abweichen ist der Witz. Dosen im Wald sind legal, so wie Pilzsucher und Biologiestudenten auch, die kreuz und quer durch den Wald streifen. Es ist legal auf einen Baum zu steigen, um ein Käferchen oder Pilz zu untersuchen. Da sagt keiner was. Aber eine kleine Kunststoffdose zu suchen, das geht ja gar nicht!
    Da hatte Groundspeak wohl Angst vor einem generellen Geocachingverbot und hat sich damit selbst die Grundlage fürs Geocachen genommen: Dem Finden von BESONDEREN Orten!

    Wir von Kleine Lauter cachen auch nicht mehr so wild wie früher, aber nehmen meist trotzdem alle Döschen mit die wir auf der Landkarte finden können. Und wir müssen feststellen, daß sich auch viele neue Geocacher richtig mühemachen im Rahmen der eingeengten Möglichkeiten tolle Caches zu legen.

    Somit trauern wir den speziellen Caches NC, LP oder UG schon auch hinterher, finden aber viele neue Caches trotzdem findenswert.

    Wir hoffen, daß die Cacherzahlen so stark nachlassen, daß sich dieser Genehmigungswahn bei den Reviewern wieder legt. Wenn es wieder möglich ist ein paar Reflektoren im Wald zu verstecken oder eine Dose in ein trockenes Entwässerungsrohr zu stecken, dann gibts auch von uns wieder was Neues.

    Eine gute Möglichkeit sensible Orte nicht mit Geocachern zu überschwemmen wäre den Aktivstatus eines Caches abhängig von seiner Besucherzahl machen zu können. So könnte der Owner eine Frequenz festlegen (z.B. 1 Cacher pro Woche) und das System rechnet selbst aus, wie lange der Cache deaktiviert bleiben sollte oder in dieser Zeit ganz von der Karte verschwindet.

    Ein Dank an Spike05, der mit seinem Blog hier tapfer seinen Standpunkt hält und viel für die Information zu unserem Hobby tut.

    Weiter so …

    Die kleine Lauter

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