Projekt 366 Scorpion: Der erste Monat

Kaum hat das Jahr 2012 begonnen ist auch schon wieder ein Monat vorbeigezogen. Zeit einen kleinen Artikel zum Experiment: Projekt 366 Scorpion zu verfassen. Zu einigen Tagen hab ich etwas dazugeschrieben, bei den anderen sind nur die Kilometer angegeben.

01.01.2012: Ich öffnete die Augen und blickte auf den Wecker der 13:12 Uhr anzeigte. Die Sylvesternacht endete erst um 05:00 Uhr und ich fühlte mich irgendwie noch nicht so munter. Allerdings haben wir uns für 15:00 Uhr zum aufräumen verabredet und vorher wollte ich noch eine kleine Runde mit dem Liegerad drehen. Also aufstehen Wasser ins Gesicht und einen Kaffee trinken. Nachdem dies erledigt war ging es in die Garage. Das Projekt konnte beginnen. Die ersten Kilometer fielen mir nach der Sylvesternacht nicht gerade leicht aber nach und nach lief es besser und so waren die ersten 10km auf dem Tacho.

02.01.2012: 30km

03.01.2012: Ich fahre gerade durch Neu-Ulm, als ich an einem Kreisverkehr anhalten muß. Der Autofahrer der eigentlich Vorfahrt hatte hält ebenfalls an und lässt in einer Seelenruhe die Windschutzscheibe herunter, nur um mir mitzuteilen das ich doch gefälligst einen Wimpel an mein Fahrrad machen soll. Ich überlege was ich ihm an den Kopf werfen soll, denke mir aber meinen Teil, lächle und bitte ihn den Verkehr nicht weiter aufzuhalten. (11km)

07.01.2012: Mittags hatte ich ein wenig Zeit und hab mich zu einer kleinen Runde von 22km durchgerungen. Am weit entferntesten Punkt sah ich dann einen Schneeschauer näher kommen der mich voll erwischte. Notitz an mich selbst: Schneebrille statt Sonnenbrille einpacken.

08.01.2012: 17km

10.01.2012: Heute hab ich mal wieder dieses Geocaching ausprobiert und wurde sogar fündig. So ganz nebenbei wurden dabei 33km mehr auf dem Tacho angezeigt.

11.01.2012: Pling. Neue Email. Das Logbuch vom Eisenbahnblockhaus ist voll. Trifft sich ja prima, denn ich wollte heute ohnehin eine kleine Runde mit dem Fahrrad drehen und hatte somit auch ein Ziel. Mit einem Umweg zurück zeigte der Tacho dann 19km an.

12.01.2012: 16km

13.01.2012: 13km

14.01.2012: Nach längerem überlegen entscheide ich mich für eine Tour mit Höhenmetern. Bei -3°C ist die 16% Steigung zur Klosterkirche Oberelchingen aber kein großer Spaß. Nunja, die Abfahrt entschädigte wieder dafür und am Ende waren es dann 25km.

15.01.2012: 14km

16.01.2012: Bei Sonnenschein und Minustemperaturen ging es ins Pfuhler Ried da dort schon seit längerem eine Cachekontrolle anstand. Bei der vorletzten Station rutschte ich dann im Uferbereich eines kleinen Baches aus und stand mit beiden Beinen im Wasser. Jetzt hieß es keine Zeit verlieren, rauf aufs Rad und schnell heim. Trotzdem war die Hose nach 4km Heimfahrt gefroren. (11km)

17.01.2012: Schon beim losfahren bemerkte ich das etwas am Scorpion nicht stimmte. Mist zu wenig Luft vorne links. Nach dem aufpumpen bin ich trotzdem weitergefahren um das ganze zu beobachten. Die Runde ging wieder ins Pfuhler Ried um die unvollendete Cachewartung zu beenden. Als ich nach 15km wieder zu Hause war hatte der Reifen immer noch genügend Luft.

24.01.2012: Wegen schlechtem Wetter und zuwenig Zeit kam ich in den letzten Tagen nicht zum fahren. Der Reifen war dieses mal komplett platt was ich auf die längere Standzeit zurückführte. Nach abermaligen aufpumpen und einer 5km Runde zeigte eine Kontrolle noch den gleichen Luftdruck an.

25.01.2012: Mist, Luft fehlt schon wieder. Dieses Mal hab ich mir dann das Sclaverand-Ventil näher angeschaut und es festgezogen. Einen Schlauchdefekt habe ich bisher ausgeschlossen da ich Marathon Plus fahre und der Mantel einen ordentlichen Eindruck machte. Luftdruckkontrolle nach 13km war positiv.

26.01.2012: Inzwischen hat sich der Luftdruckkontrollhandgriff vor Fahrtbeginn schon verinnerlicht. Schon wieder keine Luft. Also habe ich den Schlauch ausgebaut und ihn ins Wasserbad gehoben. Dort zeigte sich eine Undichtigkeit direkt am Ventil. Also kurzerhand einen neuen Schlauch eingebaut und eine 23km Testrunde gefahren.

30.01.2012: Reifenluftdruckkontrolle war heute unbegründet. Heute waren es lockere 27km obwohl es -5°C gehabt hat.

31.01.2012: 6km

Punktlandung! Von 310 zu fahrenden Kilometern hab ich tatsächlich auch 310 geschafft. Damit hätte ich im Januar nicht unbedingt gerechnet. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich auch an Minustemperaturen und zieht sich eben entsprechend an. Allerdings fährt es sich mit dickeren Klamotten nicht unbedingt leichter. Ein paar Bilder die ich unterwegs aufgenommen habe sind unten in der Diashow oder direkt im Album zu sehen. Dort gibt es auch eine Karte mit den aufgenommenen Fotos. Und für alle die täglich mal schauen wollen wieviel Kilometer ich bereits zurückgelegt habe empfehle ich diese Seite: Projekt 366.

 

2 Kommentare

  • ksued sagt:

    Mit dem Fahrradfahren (und ich nehme an, das gilt somit auch fürs ‘Dreirad’) ist es wie mit allen anderen Draußen-Aktivitäten: Es gibt kein schlechtes/nasses/kaltes/… Wetter, sondern nur die jeweils passende Kleidung dazu. Dann spricht auch nichts dagegen, jeden Tag – auch in Januar – ein paar Kilometer abzuspulen. Und um so besser, wenn es sich auch noch mit diesem Geo-Dings kombinieren lässt.
    Danke für den Bericht.

    • Spike05de sagt:

      Ja, du hast recht es gibt kein schlechtes Wetter :) Ein Problem sind beim Liegeradfahren bei diesem Wetter die Füße. An Klickpedalschuhe ist momentan nicht zu denken da diese die Kälte noch mehr weiterleiten. Aber so Strecken bis 20km gehen auch bei Temperaturen um die -5°C ohne das einem gleich die Füße komplett abfrieren.

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