Abstandsregel noch zeitgemäß?

Nachdem es schon das erste Verbot von Geocaching im Naturschutzgebiet gibt sollte man sich ernsthaft überlegen ob die Abstandsregel von derzeit 161m noch zeitgemäß ist?

Einige sind ja komplett gegen die Abstandsregel weil sie die „Freiheit“ einschränken. Andere wiederum würden gerne die Abstände zwischen den einzelnen Dosen noch erhöhen. In der grünen Hölle wurde dazu eine Umfrage gestartet, bei der leider eine Auswahlmöglichkeit vergessen wurde, nämlich die Abstände zu erhöhen. Wenn man sich dann die Kommentare durchliest erkennt man sehr schnell das gar nicht mal sowenige für eine Erhöhung des Abstandes sind. Vor 1 – 2 Jahren als es die Cache-Sättigungsregel noch gab gab es diese Diskussion meiner Meinung nach noch nicht.

Cache-Sättigung
Cachebehälter und materielle Stationen sollten normalerweise mindestens 161m (0,1 Meilen oder 528 Fuß) voneinander entfernt sein…
Verstecke bitte nicht alle 180 Meter (600 Fuß) einen Cache nur weil es formal zulässig wäre. Im Endeffekt soll die Sättigungsrichtlinie dich dazu ermuntern, eher neue Plätze zum Verstecken von Caches auszusuchen, statt sie dort zu platzieren wo bereits Caches liegen. Weiterhin soll die Anzahl von Caches, insbesondere vom gleichen Besitzer, in einem bestimmten Gebiet begrenzt werden. Groundspeak kann in Gebieten in denen die Cachesättigung bedenklich wird, Cachelistings weiter beschränken.

Quelle: Beitrag von JR849

So wie es momentan aussieht, und es ist kein Ende in Sicht, bin ich persönlich auch für ein Erhöhung des Abstandes zwischen den Dosen bzw. eine andere brauchbare Regelung und Wiedereinführung der Sättigungsregel. Leider wird das wohl seitens Groundspeak eher nicht der Fall sein, was auf Dauer weitere Einschränkungen unseres Hobbys zur Folge haben wird. 

Ich habe dazu auch mal eine Umfrage erstellt, allerdings mit nur zwei Antwortmöglichkeiten weil ich denke es gibt dafür hunderte unterschiedliche Meinungen. Bitte stimmt ab und schreibt dann in den Kommentaren ob ihr die Abstandsregel für sinnvoll haltet oder es eine Grundlegende Änderung geben sollte und wie diese Eurer Meinung nach auszusehen hat.

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13 Kommentare

  • Ich sehe es wie Du: die Abstandsregelung kann und sollte gerne erhöht werden.
    Das alleine wird allerdings nicht zur Problemlösung ausreichen. Aber das ist ja hier nicht das Thema :)

  • Was bringt denn eine Erhöhung der Abstände? Nichts anderes, als dann eben dieser Abstand wieder möglichst exakt eingehalten wird, denn mehr Abstand wäre ja „verschenkter Raum“. Hätte es nie eine solche Regelung gegeben, wären vermutlich viel weniger Powertrails entstanden, denn ohne eine exakte Vorgabe in Form eines Mindestabstandes müsste gesunder Menschenverstand und der Wille der Community die Steuerung übernehmen.

    Nun jedoch gibt es die Abstandsregel und damit auch Powertrails und dadurch hat sich ein „Markt“ dafür entwickelt, der eben auch bedient werden muss. Das tut kaum jemandem weh, zumindest solange die Powertrails so angelegt sind, das da nichts zerstört wird. Und kommt es doch zu Zerstörungen, dann ist es eben entweder Aufgabe der Community oder der Landbesitzer/Behörden darauf aufmerksam zu machen und Konsequenzen einzufordern.

    Und darüber hinaus bleibt festzustellen: Eine solche Regel gibt es lediglich bei geocaching.com und es ist absolut nicht in Groundspeaks Interesse, durch eine Abstandsvergrößerung den Dosenbestand zu verringern, ganz im Gegenteil, denn durch Powertrails ist ein schnelles Erfolgserlebnis im Wettkampf um die meisten Punkte machbar, das wiederum ist kundenbindend. Und einfacher als durch Powertrails kriegt Groundspeak schließlich keine Ware für lau geliefert, die man gut weiterverkaufen kann. So ganz ohne eigenen aufwand…

  • Ich brauche nicht alle 161m und auch nicht alle 180m eine Cache, dennoch bin ich gegen die Abstandsregel. Die Abstandsregel trägt maßgeblich zum Statistikwahn und damit zum Powercachen bei. Würde sie abgeschafft, würde die Plattform kurzfristig mit neuen Listings überschwemmt, ich bin aber überzeugt, dass sich dies nach wenigen Wochen totlaufen würde und dann eine große Bereinigung einsetzen würde.

    Wer würde zu einem FOF oder einer Ehrentafel fahren, wenn dort 3 Tannenbäumchen stehen würden, an denen jeweils 100 micros hängen?

    Wer würde nach Arizona fliegen, wenn dort vor einem Diner eine große Kiste mit 1001 Filmdöschen drin stehen würde, jede einzelne Dose öffnen, loggen und wieder zurückwerfen?

    Wer würde den ganzen Tag im Klettergurt an einer Buche hängen und dort oben T5-Punkte loggen bis der Bleistift stumpf ist?

    In den ersten Tagen würden das wohl einige Kandidaten machen. Der hoffentlich größere Teil der Geocacher würde aber wohl schon vorher merken, wie kindisch das wäre!

  • Die 160m sind ok, allerdings sollte zusaetzlich eine Cache-Saettigung eingefuehrt werden. x Caches / km^2 oder so..
    Gruss,
    Dickkopf

  • Jede Art von Abstandsvorgaben wird im Zweifelsfall aufs maximal mögliche ausgereizt werden. Wie wäre es denn, wenn man die Sättigung über die Lebensdauer eines Caches steuern würde? Abhängig von der Beurteilung durch die Finder könnte die Lebenserwartung eines Caches fallen oder steigen.

  • Manchmal (z.B. bei „tollen“ Powertrails, wo alle 161 Meter eine Filmdose lieblos in der Gegend liegt) wünsche ich mir eine deutlich höhere Abstandsregel.
    Und auch so ist es ok – manchmal wäre es halt nur schön, wenn die Regel flexibler gehandhabt wird (z.B. wenn nur 150 Meter, dafür aber ein Fluß zwischen zwei Dosen liegen)…

  • wenn eine Motivation für eine Abstandsregel die Schonung der Natur ist, was haltet ihr von unterschiedlichen Abständen je nachdem, ob im städtischen Bereich, wo der Asphalt regiert, oder eben im ländlichen, wo Pflanzen und Tiere zu schützen sind?

    TrekkingPope

  • Ich finde die jetzige 161m-Regel unsinnig. In der Stadt können die Abstände u. U. viel zu groß sein (z.B. Rathaus, Marktbrunnen und Dom keine 100m voneinander entfernt) Flurschäden sind da auch nicht zu befürchten; draußen in freier Natur sind 160m verdammt wenig. Da wären 1,6-2,0km eher angemessen. Plötzlich würde sich der „Powertrail“ mit zehn Caches entlang der Landstraße über 15-20km verteilen – wer wollte da noch auf Powersuche gehen? Naturschutzgebiete würden ebenso entlastet.
    Kurzum: im urbanen Raum halte ich die Abstandsregel für nicht notwendig, in freier Natur könnte sie größer/ härter ausfallen.

  • Ich bin definitiv für eine Abstandsregel. Wobei ich sagen muss, dass mir die Idee der gestaffelten Abstände von Marschkompasszahl ganz gut gefällt.

    Schrottie schrieb: „…denn ohne eine exakte Vorgabe in Form eines Mindestabstandes müsste gesunder Menschenverstand und der Wille der Community die Steuerung übernehmen.“ und „…denn durch Powertrails ist ein schnelles Erfolgserlebnis im Wettkampf um die meisten Punkte machbar…“

    Ganz ehrlich? Bei einem großen Teil der momentan aktiven Geocacher zweifle ich das Vorhandensein von gesundem Menschenverstand sehr stark an. Ich glaube auch, dass es ohne Abstandsregel zu einer Dosenschwemme kommt. Es werden Powertrails kommen, die sich im Abstand der Dosen immer mehr unterbieten, 100m, 50m, 5m, 1m.
    Ein schnelles Erfolgserlebnis im Wettkampf um die meisten Punkte? Sorry für die Wortwahl, aber wenn ich sowas lese könnte ich kotzen. Geocaching ist mittlerweile zum digitalen Schwanzvergleich verkommen, immer mehr Leute haben es nötig sich mit immer mehr Funden in immer kürzerer Zeit zu profilieren. Ab und an mal einen kleinen(!) Powertrail machen, wenn man grad nichts spannenderes entdeckt hat oder damit einen ausgedehnten Spaziergang verbinden möchte, kein Problem. Aber wurde Geocaching nicht mal ins Leben gerufen, um den Leuten die Welt zu zeigen? Interessante Gebäude, schöne Aussichtspunkte und unbekannte Plätze direkt vor ihrer Nase?

    (P.S.: Ja, ich habe mich aufgeregt und nein, ich möchte damit niemanden persönlich angreifen.)

  • Die Abstandsregelung sollte Abhängig vom Schwirigkeitsgrad des Caches, der Art des Caches und dem Umfeld gemacht werden.
    Ein oder mehrere Cache in einer Stadt ist etwas anderes als auf dem Land oder in den Bergen. In den Bergen können schon 2 Meter abstand der Caches zueinander mehrere Stunden dauern um diese zu erreichen.
    Deshalb halte ich die Umfrage mit nur 2 Antwortmöglichkeiten nicht für geeignet.
    Hier ist eine Seite, dort ist die Umfrage ähnlich, aber diese besteht aus 3 Fragen und sind Präziser
    http://d3.d-l-f.de/news.php

    • Hallo Goslarer1,

      ich hab ja wirklich nichts dagegen wenn du auf deine noch neue Seite verweist. Allerdings möchte ich doch gerne um Erlaubnis gefragt werden wenn meine Artikel 1:1 übernommen werden. Auch wenn die Quelle angegeben wurde ist dennoch nach deutschem Recht der Urheber um Erlaubnis zu fragen.

      • Entschuldigung, aber es ist nicht meine Seite.
        Bin zwar dort genau so registriert wie hier auch, mehr aber auch nicht.
        Aber ich werde trotzdem deinen Rat künftig befolgen was das setzen fremder Links angeht.
        Kannst Du das andere Posting bitte löschen, den mit dem selben Inhalt wie dieser hier? Hatte es versehentlich an falcher Stelle gepostet. Danke

  • Eine Sättigungsregelung für Dosen erachte ich für sinnvoll, aber evtl. lässt sich die Abstandsregelungen bei Stages gerade im Stadt/Innenstadtbereich anpassen, da man hier momentan bei Multis sehr stark eingeschränkt ist, sofern man nicht nur QTA’s legen will….

    Da die GPS-Empfänger (Handys/Smartphones ausgenommen) ja genauer geworden sind, ist eine Abstandsregel um große Ungenauigkeiten beim Ausmessen von anno dazumal auszubügeln auch überdenkenswert.

    Wie gesagt, nicht mehr Dosen, sonst kommen noch Städte-Power-Trails (viel Spass bei der Wartung, wenn die Stadtreinigung durchgegangen ist…;-)), aber evtl. mehr Platz für Stages oder neue/andere Stage-Regelungen. Nicht selten finde ich Stages die im Listing als QTA gekennzeichnet sind (aber keine QTA-Stages sind), weil sie „zu nah“ an einer anderen Dose“ sind, aber eigentlich weit weit weg…. Und das bei Stages die „normal“ sind wie auch bei Stages und Caches die mit sehr viel Detailverliebtheit, örtlichpassender Story und/oder viel Aufwand gestaltet wurden…

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