Bahntrassenradeln und Geocaching

Schon vor längerer Zeit ist mir die Seite Bahntrassenradeln aufgefallen. Nach kurzer Recherche fand ich sogar eine Strecke in meiner Nähe, wenn man von 36km Anfahrt mit dem Fahrrad mal absieht. Gestern hatte ich endlich mal Zeit diese Strecke mit dem Liegerad anzugehen. Es war zwar Morgens noch etwas neblig, dieser sollte sich aber in den Mittagsstunden auflösen. 

Um 09:00 Uhr ging es dann von zu Hause aus los. Den ersten kurzen Stop hab ich bei GC31H69 – H2O beim scharfen Eck eingelegt. Hier wurde ich schnell fündig und fuhr den um diese Zeit leeren Radweg weiter Richtung Zielgebiet. Da noch ein interessantes Döslein am Wegesrand versenkt wurde, das sich ums Dosenfischen dreht, hab ich nochmals kurz einen Stop eingelegt.

Nach kurzem angeln hatte ich die Dose und mußte nach dem loggen einer aus dem Nebel auftauchenden Frau erst mal erklären das mein Fahrrad nicht kaputt ist, sondern ich nur ein kurze Pause mache. Sichtlich beruhigt ging sie weiter und als sie im Nebel verschwand hab ich die Dose schnell wieder versenkt.

Jetzt ging es zügig weiter in Richtung Kellmünz, dem eigentlichen Ziel meines heutigen Ausfluges, denn hier beginnt der Radweg entlang der ehemaligen Bahntrasse den ich mir ausgesucht hatte.  Beim fotografieren des Bahnhofs in Kellmünz kam schon die nächste Dame und hat mich gefragt wie man denn mit so einem Fahrrad lenkt. Ich wollte schon sagen das funktioniert mittels Gedankenübertragung hab es mir aber verkniffen und ihr es kurz vorgeführt. Danach ging es erst mal zum Talweible.

Wegen der D/T-Wertung hab ich mich eigentlich auf einen kurzen Aufenthalt eingestellt, doch ich wurde schnell eines besseren belehrt. Dieser fiese kleine Micro der trotzdem toll gemacht ist und auch eine schöne Stelle zeigt wollte sich einfach nicht offenbaren. Nach ca. 10 Minuten suchen hab ich mich dann erst mal auf das Bänkchen gesetzt und die Landschaft genossen. Das hat meinen Augen sehr gut getan, denn ein erneutes Suchen führte direkt zum Erfolg und ich wunderte mich das ich den vorher übersehen hatte.

Nach diesem längeren Aufenthalt ging es über wenig befahrene Straßen weiter um wenig später in einem tollen Wald ein weiteres tolles Döslein zu suchen. Da dies heute eine Genußtour ohne Hektik werden sollte hab ich auch hier ein wenig verweilt. Die Stille des Waldes wurde nur kurz durch ein aufgeregtes Eichelhäherpaar und dem klopfen eines Spechts unterbrochen.

Das durchfahren einer schönen Allee mit prächtig gewachsenen Birken war in der warmen Sonne ein reiner Augenschmaus. Am Ende der Alle ging es erstmalig auf die alte Bahntrasse. Die alte Bahnlinie auf der 1964 noch Personenzüge verkehrten und Güterzüge bis 1996 ihre Waren transportierten wurde in einen erstklassigen Radweg verwandelt. So weit das Auge reicht nur eine gerade Strecke. Zuerst dachte ich ja das ist aber langweilig immer geradeaus zu fahren. Doch der nächsten Dosenhalt führte mich in ein kleines Waldstück unweit des Radweges und zeigte abermalig eine schöne Bastelarbeit die den Radweg noch schöner macht als er ohnehin schon ist.

Von der nächsten Dose bzw. Location hab ich auf der Seite von Bahntrassenradeln schon ein Bild gesehen. Das war auch mit ein Grund warum ich mir diese Strecke genauer anschauen wollte. Als ich ankam verschwanden erst mal einige kleine Eidechsen die sich in der Herbstsonne aufgewärmt hatten ins hohe Gras. Weit und breit war kein Auto zu hören und so habe ich diesen Ort für eine kleine Mittagspause gewählt. Zuvor habe ich aber noch schnell geloggt, denn an einem Radweg kann es ja durchaus sein das noch jemand vorbeikommt und ebenfalls hier eine längere Zeit verweilt. Meine Sorge war aber unbegründet denn beim halbstündigen Aufenthalt kamen gerade mal zwei Radfahrer vorbei.

Die Mittagspause war beendet und so ging es weiter nach Babenhausen. Hier endete leider der schöne Bahnradweg. Im Ort selbst hatte ich dann keine Lust irgendwelche Dosen zu suchen da hier reger Betrieb herrschte so daß ich beschlossen habe den Heimweg anzutreten. So ging es durch Oberroth und Unterroth nach Buch. Hier lagen auch zwei Döslein die etwas mit Armati Equites zu tun haben, den Veranstaltern der dort jährlich statt findeten Ritterspiele. Zuerst hab ich den Marktplatz angesteuert und hatte diverse Schwierigkeiten Grip aufs Hinterrad zu bringen da hier ziemlich lockerer Schotter lag. Zum Glück ging es danach wieder bergab. Das Fahrrad hab ich kurz am Friedhof abgestellt und bin die letzten Meter zum Burgberg gelaufen der einem einen herrlichen Ausblick Richtung Dietershofen ermöglicht. Leider hatte ich den Foto beim Fahrrad gelassen so daß es von hier kein Bild gibt.

Auf dem Rückweg ging es dann durch Gannertshofen wo sich ein nettes Bänkle fand das zum niederlassen aufforderte. Dieser Aufforderung bin ich gerne nachgekommen und habe die Sonnenstrahlen genossen bevor es dann durch Tiefenbach, Illerberg, Witzighausen, Hittistetten, Holzschwang, Reutti und Neu-Ulm wieder nach Pfuhl ging. Nach 92km und knapp 7 Stunden bin ich dann wieder zu Hause angekommen. Eine richtig geniale Tour mit tollen Dosen bei schönstem Herbstwetter.

 

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