Der Zaun ist nicht für Euch bestimmt

So oder ähnlich war es gestern im Listing von Das Pumpwerk (LP) zu lesen. Momentan ist der Cache vom Reviewer retracted worden. Was war geschehen? Ich bekam die Mitteilung das ein neuer Cache gepublished veröffentlicht wurde und habe mir das Listing angesehen da ein Lost Place in der Nähe immer auf Interesse meinerseits stößt. 

Nach dem durchlesen stellte ich fest das im Listing der Satz stand das der Zaun nicht für die Geocacher bestimmt sei. Zumindestens so ähnlich.  Also habe ich erst mal das Listing auf die Watchlist genommen und den Link zum Listing bei Twitter veröffentlicht:

http://coord.info/GC36DA8 Zaun sollte kein Problem darstellen… Ok na dann #bingespannt

Wenig später wurde dann das Listing vom Reviewer retracted. So weit so gut dachte ich mir. Da ich das Listing aber auf der Watchlist habe trudelte heute folgende Email ein:

Hallo nochmal!

Was führt dich denn jetzt dazu das published wieder rückzuziehen?
Genaus es stimmt das der Zaun durchstiegen werden muss, so hab ich es doch auch geschrieben gehabt!?
Es nur ein Weidezaun, der kann ohne Probleme überwunden werden und er wird dadurch auch keineswegs beschädigt.
Und  wenn man über den Referenzpunkt zum Final läuft, dann geht das an dieser Stelle ganz easy.

Nun gut, mit der Aussage das der Zaun nicht für die Geoacher bestimmt ist hat er wohl recht gehabt. Allerdings halte ich es nicht für sinnvoll die Cacherhorden durch den Zaun zu jagen. Zumal dieser von einem aufmerksamen Grundstücksbesitzer ja auch schnell unter Spannung gesetzt werden kann, was die betroffenen aber sicherlich schnell merken werden. In letzter Zeit häufen sich die „fragwürdigen“ Caches hier in der Gegend. Ein anderes Beispiel dafür wäre: Der Cache-Katalog 2012

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12 Kommentare

  • Von einem Schlag aus einem eingeschalteten Weidezaun stirbt kein gesunder Mensch.

    Das eigentliche Problem wird sein, dass es zwar ein allgemeines Waldbetretungsrecht gibt, jedoch kein „allgemeines Flurbetretungsrecht“.
    Landwirtschaftlich genutzte Flächen (Äcker, Wiesen und eben auch Weiden) sind tabu, sofern man keine explizite Zustimmung vorweisen kann.

    Das sehe ich durchaus DEUTLICH penibler als jeden von anderen gern gescholtenen „Hausfriedensbruch“ bei LPs.

    Bei einem Lostplace wirde man niemanden schädigen wenn man sich denn an die Regel „take nothing but photos, leave nothing but footprints“ hält.

    Bei einer landwirtschaftlich genutzten Fläche ist es jedoch so, dass eben dort sowohl die Footprints schon stören, weil man mindestens das Gras platttrampelt, gar den Boden verdichtet oder schlicht das Vieh beunruhigt auf eine Weise wie der Landwird das nicht dulden muss.

  • Eigentlich fast schade das nicht gewartet wurde bis in dem ersten Log Cacher von ihrer Flucht vor dem Bullen berichten oder davon wie niedlich Schafe aussehen wenn sie zu hunderten wegrennen.

    Jaja, gesunder Menschenverstand…

  • @Starglider: Auch Gruppen von neugierigen Kühen können ganz schön drängeln. Nicht nur der eine oder andere Hund ist dabei schon in Panik verfallen.

  • So einen gab’s bei uns in der Ecke auch mal. Nur dass das Zielgebiet kein LP, sondern ein Naturreservat und Vogelbrutgebiet war. Der war nach einem Hinweis auch noch vor dem ersten Found-Log archiviert. Manchen Ownern muss man eben scheinbar das Denken abnehmen.

    • Gestern trudelte noch folgende Änderung zum Cache ein:

      Habe den Cache nun abgeändert:
      Der Cache befindet sich nun außerhalb der eingezäunten Fläche, der Cache ist jetzt für jeden frei zugänglich. Attribute und Listing hab ich auch geändert,
      T / D – Wertung angepasst.

  • Das sind doch harmlose Peanuts. Was sollte man denn dann zu sowas sagen:
    http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?LUID=c8baed1d-e606-486d-9ea8-807dc42240b9
    Da loggt ein Ingenieur eine klare Information zur Statik eines über Jahrzehnte durchkorrodierten Gerüstes auf einem LP und der Owner(TKKR) lässt die unwissenden Cacher jahrelang weiter darauf hochsteigen…
    Damit bestand ja nicht nur die unsichtbare Lebensgefahr, sondern auch das Risiko, dass die Medien nach einem Unglück ein Politikum mit der Note machen, wodurch man in ganz Deutschland alle LP’s, wenn nicht das ganze Caching dichtmachen kann.

  • @bluna:
    Siehst Du, genau das meine ich!

    Ob ich einen LP betrete und mich dabei ggf. selbst gefährde und welche Sicherheitsmaßnahmen ich dort treffe, das bestimme ich selbst.

    Wenn ich jedoch die Zäune eines Bauern übersteige und seine Herden in Unruhe versetze und/oder ihm die Vegetation platttrample, dass ist eine direkte Schädigung Dritter, die ich kaum vermeiden kann, sofern ich mir keine Flügel wachsen lasse.

    (Und dass ein LP idR keinen Berufsgenossenschaftlichen Ansprüchen genügt: Ohne jede Frage. Dann sollte man sich aber ein anderes Hobby suchen. Oder zumindest im Bereich von T<3 bleiben. Bei T1,5 scheint sich besagter Eiche-DE nun ja auch deutlich wohler zu fühlen.)

  • @jha: Nein, was ich meinte, war:
    Wie können Cacher in GC-Foren über diese Peanuts herziehen, wenn wie im o. genannten Bsp. wohlwissend komplette Familien so in Lebensgefahr gebracht werden, und unser aller Hobby gleichmal zu 100% gefährdet wird. Im Todesfall hätte es in den Medien eine Rolle gespielt, dass dem Owner das Wissen um die Lebensgefahr zur Verfügung stand, er es den Opfern aber offensichtlich vorbehalten hatte. Der Ingenieur war damals bereits als ECHT bekannt und seine Note ist keine Frage des Terrains…

    • Lebensgefährlich ist auch die Fahrt zu jedem Cache. Gerade wenn auf der Autobahn Nebel und/oder Stau ist.

      Es tut mir leid, aber Du bist wirklich nicht in der Lage, zwischen Eigenverantwortung von Mitspielern und Schädigung Unbeteiligter zu unterscheiden.

      Ob ein Cacher eine konkrete Dose wirklich angeht, dass muss er selbst vor Ort entscheiden und dabei auch abwägen, ob er für sich selbst das Risiko zu tragen bereit ist.
      Das steht so in den ToU von Groundspeak und auch nochmal direkt über jedem einzelnen Cachelisting. Das ist alles KEIN Witz!

      Die von Dir herbeizitierte „komplette Familien in Lebensgefahr gebracht“ ist schlicht unsachlich.
      Jeder Cacher entscheidet für sich, ob er ein Risiko tragen will. Wer natürlich meint „Da steht T4 dran und so ein Totenkopf-Logo. Das ist bestimmt nur für die Matrix und weil’s cool ausschaut“: Der soll sich doch bitte ein anderes Hobby suchen. X-Box-Spielen ist schliesslich auch ganz schön.

      Und nein, die Kriterien eines Prüfingenieurs spielen kaum eine Rolle.
      Denn der muss bescheinigen, dass etwas a) auch bei Sturm und Schneelast halten wird und b) das sogar für mindestens den Prüfzeitraum, also ggf. mehrere Jahre. und c) dort maximal merkbefreite Personen unterwegs sind, die weder merken, wenn es akut wird, noch überhaupt passende Sicherheitsausrüstung dabeihaben, um zumindest Schnitte herabfallende Kleinteile nicht gleich zu schweren Verletzungen führen zu lassen.

      • Warum sollte ich nicht in der Lage sein, zwischen der GC-vertraglichen Eigenverantwortung der Cacher und einer Schädigung Dritter zu unterscheiden. Das ist lediglich nicht Gegenstand meines Kommentars.
        Mein beigetragener Aspekt nennt sich Verhältnissmäßigkeit hinsichtlich Diskussionsbedarf, Moral+ potenziellem Schaden für’s Geocaching bzw. dem Tod von Beteiligten. Und das eben im Vergleich zu den Schäden Dritter auf einer Weide.

        Auf ital. Klettersteigen sehe ich selber manchmal recht neue 20-25 mm Stahlstifte, die rein durch Korrosionsbruch versagt haben. Bei dem TKKR-Tradi waren es viel ältere dünne Schrauben, die ein Treppen-Gerüst zusammenhielten, und auf dem ganze Familien in die Höhe stiegen. Wäre das Teil zusammmengebrochen, wäre niemand verletzt, sondern tot gewesen. Wenn das unsachlich sein soll, dann ist es aber sehr zynisch, sich stattdessen über Schäden an elektrisch eingezäunten Schafsweiden oder Hecken oder was auchimmer zu ereifern. Offensichtlich müssen wir im GC vielmehr über solche Dinge reden.

        • Ich geb’s auf.
          Du willst nicht zwischen „Risikobereitschaft bei Cachern gegen die eigene Gesundheit“ und „Sachbeschädigung an Muggeleigentum“ unterscheiden.

  • Völlig egal um was für ein Caches oder welche Schwirigkeitsstufe es sich handelt.
    Das Eigentum (Auch eine eingezäunte Weide zählt dazu) ist zu achten.
    Caches sollten so gelegt werden, das diese so zu ereichen sind, das niemand fremdes Eigentum betreten muss. Dazu zählen auch Hochsitze usw. Am besten ist es, der Owner klährt das vorher mit dem Eigentümer ab, dann gibt es auch keine Probleme.

    Als oberstes Ziel steht für mich, das Caching in Deutschland zu einer anerkannten und seriösen Freizeit und Sportbetätigung zu etablieren.
    Leider gibt es noch sehr viele Wandervereine, Forst und Landwirtschaftliche Betriebe sowie auch Touristenzentren die bei dem Wort „Geocaching“ die Nase rümpfen, weil die Vorurteile bei vielen dieser Personengruppen über Naturfrefel bis hin zu Zerstörungen von Kulturgütern oder Eigentum vorherrschen.

    Ich bemühe mich seit Jahren um eine Zusammenarbeit mit genau diesen Personenkreis bzw. Firmen um Vorurteile abzubauen und ein Miteinander zu erreichen.

    Leider muss ich bei meinen Bemühungen immer wieder Rückschläge hinnehmen, verursacht durch Owner die ihre Caches ohne Rücksicht auf die Natur, Naturschutzgebiete oder Rücksicht auf fremdes Eigentum plazieren.

    Geocaching wird immer mehr zum Volkssport und jeder beschädigter Hochsitz oder niedergetrampelter Weidezaun, wird dann zwangsläufig den Cachern zugeordnet werden, auch wenn diese es nicht waren.

    Daher finde ich die ganze Diskussion über Sinn oder Unsinn ob ein Weidezaun überstiegen werden darf oder nicht, als Unnötig bzw. deplaziert an.

    Jeder Owner sollte also seine Caches unter Beachtung des Naturschutzes sowie unter Achtung fremder Eigentümer plazieren und dieses im Vorfeld mit den Verantwortlichen bzw. Grundstückseigentümern abklähren.

    Jeder ist angehalten der sich mit Geo / Navicaching beschäftigt, diese Freizeit und Sportart zu einem guten Ruf zu verhelfen und genau diesen zu wahren.

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