September 6

Durchs wilde Glastal

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Schon vor einiger Zeit kam im Fernsehen ein Beitrag vom Glastal und der Friedrichshöhle (Wimsener Höhle). Da die Landschaft dort sehr reizvoll aussah, habe ich mir das gleich mal notiert. Gestern war das Wetter für einen Ausflug in diese Gegend ideal und der dortige Cache hörte sich auch vielversprechend an.

Direkt nach dem ersten Kaffee ging es mit dem Auto nach Wimsen. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichten wir den Wanderparkplatz am Wimsener Wasserfall. Dort war, wie zu erwarten unter der Woche nicht viel los. Bis auf ein Wohnmobil alles leer. Die Wanderschuhe waren schnell geschnürt und der Rucksack umgeschnallt.

Wandern durch das Wilde Glastal

Bei noch kühlen 15° C ging es Richtung Glastal das wir nach ca. 1 km erreichten. Die Sonne hat den Tau auf den Feldern in Nebelschwaden aufsteigen lassen und zauberte so eine herrliche Stimmung. Der Weg ist gut geschottert und gesäumt von Brücken, die über den Hasenbach führen. Unterwegs kann man auch einen kleinen Abstecher auf die Ruine Alt-Ehrenfels machen. Auch wenn es ein paar Höhenmeter sind, ist die dortige Angabe von 10min. durch 2min. zu ersetzen. Wir waren überrascht, wie schnell wir vor den Überresten standen.

Nach einer kurzen Erkundung ging es wieder abwärts und weiter zur Glashöhle, die eine schöne Kuppelform hat. Die Sonne hat sich hier schon entschieden etwas Licht ins Tal zu schicken. Die Bärenhöhle etwa 200 m weiter lag aber noch völlig im Schatten. Weiter ging es zur Hayinger Brücke, die gleich neben einem toll angelegtem Grillplatz liegt und deren Sinn sich uns nicht so ganz erschlossen hat. Aus diesem Grund hat der dazugehörige Cache auch den passenden Namen Hayinger Schildbürgerstreich.

Auch Pausen müssen sein

Nach etwa der Hälfte der Strecke haben wir auf einem kleinen Hügel ein ideales Plätzchen mit etwas Schatten und einem tollen Rundumblick für eine Vesperpause gefunden. Nach dieser Stärkung ging es dann weiter zum Lämmerstein der uns einen Blick von oben auf die zuvor schon gewanderten Wege offenbarte. Mittlerweile hatte es wohl gut an die 30 °C. Es wurde also Zeit für den Abstieg und eine kleine Abkühlung im Hasenbach. Die Badehose und ein Handtuch hatte ich ja eingepackt.

Abkühlung

Der Einstieg ins kühle Nass (geschätzte 12 – 14 °C) war gar nicht mal so schlimm. Allerdings dachte ich man kann dort durchwaten um zum begehrten Objekt (Bonusdose) zu kommen. Als ich ca. über einen halben Meter im Schlamm versank habe ich mich dann doch dazu entschlossen zu schwimmen.

Der Cache war dann einigermaßen schnell geloggt und ich erst mal für die nächste halbe Stunde erfrischt. Die vorbeilaufenden Wanderer meinten nur ob es nicht zu kalt sei zum baden. Ich habe damit geantwortet, dass dies zur Abhärtung diene.

Wimsener Höhle

Als nächstes Highlight nach der Wanderung durch das Glastal stand ein Besuch der Wimsener Höhle an, die einzig mit dem Boot befahrbare Höhle Deutschlands. Da die Wartezeit bis zur Befahrung ca. 1 Stunde betrug, haben wir uns erst mal im dazugehörigen Gasthof Friedrichshöhle gestärkt. Danach betrug die Wartezeit noch eine halbe Stunde, die wir mit einem Eis im Schatten überbrückt haben. Die Einfahrt in die Höhle ist bei diesem Wetter einfach nur sehr angenehm.

Auch wenn die Fahrt nur 70 m weit hereingeht ist es doch sehr interessant was man alles erfährt. Die Höhle ist bisher auf 900 m erforscht und die Taucher sind 12 Stunden unterwegs. Etwas ganz besonderes aus der Wimsener Höhle gibt es um die Weihnachtszeit. In den nächsten Wochen werden wieder 1000 Christstollen in einem Boot zur Reifung in der Höhle untergebracht. Die feuchte Luft ist scheinbar ideal dafür. Im Anschluss an die interessante Höhlentour gab es nochmals ein Eis und ein Radler um diesen Tag den würdigen Abschluss zu geben. Bei der Gelegenheit haben wir auch dem Höhlenführer noch ein paar Antworten für den Earthcache Wimsener Höhle entlocken können.

Wer also gerne mal eine schöne Wanderung machen möchte in traumhafter Landschaft dem sei das Glastal ans Herz gelegt.

Weiterführende Links:

Bilder


Tags

glastal, wimsen, wimsener höhle, zwiefalten


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