Fahrradbrille für den Winter

Mit der richtigen Kleidung kann man mit dem Fahrrad das ganze Jahr fahren. Ein Problem war bei mir bisher immer der Schutz der Augen, insbesondere im Winter.

Normalradfahrer dürften die Probleme eher nicht kennen, aber Liegeradler wissen wovon ich rede. Durch die andere Sitzhaltung ist es wichtig die Augen anders zu schützen als beim normalen Rad. Was im Sommer mit den entsprechenden Sportbrillen die übrigens vorher im Windkanal* getestet werden sollten, recht einfach ist, erweist sich im Winter als eher schwierig.

Das Problem

Durch die Kalte Luft und Minustemperaturen kühlt das Gestell von normalen Brillen ziemlich stark herunter und überträgt die Kälte auf die Nasenwurzel. Das ist nicht nur unangenehm sondern schmerzt bei Minus 10°C unter umständen auch. Zudem haben viele Radler im Winter mit tränenden Augen zu kämpfen.

Die Idee

Es gäbe zwar noch die Option ohne Brille zu fahren, wer dann aber schon mal im Schneefall geradelt ist wird dies schnell bleiben lassen. Die Schneeflocken stechen wie tausend Nadeln.  Zunächst kam mir ja eine Skibrille in den Sinn, die zwar optisch nicht so der Renner ist, aber rundherum schützt. Diese Idee hab ich aber nach einer kurzen Recherche im Velomobilforum schnell wieder verworfen.

Die Lösung

Im besagten Forum wurde ich auf eine Brille aufmerksam wie sich auch von Fallschirmspringern genutzt wird. Rundherum gegen Zugluft mittels eines Schaumstoffes geschützt. Je nach Ausführung kostet so eine Brille um die 25€ mit Versand, was bei mir sofort den Bestellreflex auslöste. Ein paar Tage später wurde sie schon von der Post geliefert. Auf einen Shop möchte ich hier jetzt nicht verlinken, wer aber bei Google: Sorz Sprungbrille eingibt, dürfte schnell fündig werden.

Der Test

brilleskelettMangels Schneefall wurde die Brille nun bei Temperaturen um die 0°C bei Sonnenschein und mäßigem Wind getestet. Die Brille kann mittels eines Gummibandes auf den gewünschten Kopfumfang eingestellt werden und trägt sich sehr angenehm. Auf den ersten Kilometern war es etwas ungewohnt und die Nasenspitze, die ja jetzt etwas prominent in der Luft hängt, wurde kühl. Dies hat sich aber ab Kilometer 4 wieder gelegt.

Bei Stops an Ampeln und Co. beschlägt die Brille innen leicht. Nach ein paar Metern Fahrt hat man aber wieder freie Sicht was man durch kurzes abheben der Brille vom Gesicht beschleunigen kann.

Fazit

Nach dem ersten Test bin ich sehr zufrieden mit der Anschaffung. Die Nasenwurzel bleibt schön warm, an den Augen zieht nichts und mit dem von mir gewähltem Glas in gelber Tönung fährt es sich auch Nachts prima.

Sorz Sprungbrille Test

 

*gute Optiker besitzen eine Art Windkanal in den man sich stellt und somit der Fahrtwind simuliert werden kann

3 Kommentare

  • Super Darlegung. Suche auch nach einer Brille. Auch Arbeitsschutzbrillen von UVEX (Modell 9307375) galten als Empfehlung. Amazonkommentare erklärten aber:

    „Ich habe die Brille für den Winter als Radbrille gekauft und kann nun nach mehreren Wochen mit gutem Gewissen bewerten.
    – sehr unflexibel (Starr)
    – nicht dicht dadurch bläst der Fahrtwind von der Seite in die Augen
    – optisch verzerrt
    – Streulicht in der Nacht
    + sie ist klar
    Wer täglich auch im Winter und in der Nacht mir dem Rad zur Arbeit fährt ist mit einer Skibrille sicher um Welten besser bedient. Deshalb kann ich die Brille als Radbrille leider nicht empfehlen.“

    Die Skibrille war aber wohl nur als hoffende Vermutung betont.

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