November 5

Fotografieren und Wandern in Sachsen

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Sachsen bietet zum Wandern und auch zum Fotografieren jede Menge. 

Wir wollten schon letztes Jahr dorthin, leider kam etwas dazwischen. 

Anfang Oktober haben wir unseren Micro Camper gepackt und losging es. 

Ein paar Tage Auszeit zum Wandern und Fotografieren.

Die Reihenfolge der besuchten Orte ist zufällig aufgelistet. 

Ein Spoiler gleich vorweg: Sachsen ist geil!

Alle Orte, welche wir besucht haben, könnt ihr in der Karte anschauen. 

Fernwehpark

Boah, der liegt gar nicht in Sachsen. 

Richtig. 

Der Fernwehpark ist bei Hof und wurde von uns zum Füße vertreten genutzt.

Im Fernwehpark wird die Welt in Ortsschildern und Schildergrüßen aus aller Welt auf einen Punkt projiziert. 

So steht es auf der Webseite dazu. 

Neben kuriosen Ortsschildern wie z. B. Jucken, Aua oder Pups gibt es auch Schilder, welche von Stars und Berühmtheiten signiert sind. 

Direkt beim Fernwehpark gibt es Toiletten die top gepflegt sind. Also lieber hier einen Stopp einlegen als direkt an der Autobahn.

Göltzschtalbrücke

Dieses Viadukt liegt jetzt aber schon in Sachsen. 

Sogar schon recht Nahe an der Grenze zu Thüringen. 

Es handelt sich dabei um die größte Ziegelsteinbrücke der Welt und zählt als Wahrzeichen des Vogtlands. 

Beeindruckend wenn man direkt vor dem Bauwerk steht. 

Direkt an der Brücke gibt es einen großen Parkplatz. 

Wir hatten Glück und es war wenig los. Außerdem kamen wir gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang, der die Brücke in magisches Licht getaucht hat. 

Natur- und Bergbaudenkmal Binge

Hier sind wir erst im dunkeln angekommen und haben das Gelände nur erahnen können. 

Wir sind abends noch auf der Picknickbank gesessen und haben den Sternenhimmel genossen. 

Der große Vogel, welcher uns vom Baum aus beäugt hat, haben wir nur als Umriss wahrgenommen, so dunkel war es. 

Sehr wahrscheinlich ein Uhu. 

Jedenfalls hatten wir eine sehr ruhige und angenehme Nacht. 

Direkt nach dem ersten Kaffee haben wir das Gelände erkundet. 

Die Tür des Stollens war nicht verschlossen und so konnten wir es nicht lassen auch diesen zu erkunden. 

Ein tolles Gelände mit trauriger Geschichte. Es wurden damals zwei Bergbauarbeiter verschüttet. 

Nun dient der ehemalige Bergbau als Lehrpfad.

Er informiert über die geologischen Besonderheiten sowie seltenen Pflanzen- und Tierarten, welche hier vorkommen. 

Wetterkiefer am Lilienstein

Die Wetterkiefer ist eines der bekanntesten Fotomotive der Sächsischen Schweiz.

Klar, dass wir auch eine kleine Wanderung dorthin unternommen haben. 

Vom Wanderparkplatz ist es gut ein Kilometer zur Wetterkiefer. 

Ein paar Höhenmeter inklusive. 

Bei Ben Jaworskyi im Blog gibt es dazu ein Video und noch ein paar Tipps zum fotografieren. 

Direkt am Aussichtspunkt war etwas mehr los. Zur Wetterkiefer verirren sich nur sehr wenige. 

Der Ausblick von oben ist fantastisch. 

Brückenklippe Wolkensteiner Schweiz

Die Brückenklippe erhielt ihren Namen weil man von ihr auf zwei Brücken schauen kann. 

Einmal die Eisenbahnbrücke der Erzgebirgsbahn von Chemnitz nach Bärenstein und eine alte Steinbogenbrücke über die Zschopau.

Sie ist ca. 70 m hoch über der Zschopau und bietet ebenfalls ein schönes Fotomotiv. 

Felsenlabyrinth Langenhennersdorf

Ein Abenteuerspielplatz für Groß und Klein. So würden wir das Felsenlabyrinth Langenhennersdorf bezeichnen. 

Vom Parkplatz sind es nur ein paar hundert Meter zum Labyrinth. 

Die Verwitterung hat hier zahlreiche Spalten, Höhlen und Risse im Sandstein hinterlassen. 

Neben "Gesichtern" im Fels gibt es hier auch anderes zu entdecken. 

Ein sehr beliebtes Ausflugsziel, das einen auch mehrere Stunden in seinen Bann ziehen kann. 

Rakotzbrücke

Sie zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Sachsen.

In einer mystischen Kulisse dient sie vielen Fotografen als willkommenes Motiv. 

Die Rakotzbrücke. 

Zum Glück waren die Renovierungsarbeiten inzwischen abgeschlossen.

Zeitweise war der Rakotzsee auch längere Zeit leer. Ohne Wasser kein Fotomotiv. 

Idealerweise bietet sich der Parkplatz an der Teufelsbrücke, wie sie auch genannt wird, zum übernachten an. 

So konnten wir morgens zeitig Stellung beziehen, um ein paar Bilder zu machen. 

Abends waren wir auch nochmals dort, um den Sonnenuntergang hinter der Brücke abzulichten. 

Da war aber sehr viel Betrieb und der Wind hat die Spiegelung im Wasser verhindert. 

Bad Muskau Fürst-Pückler-Park

Das Schloss Muskau liegt direkt im Fürst-Pückler-Park und rückt ebenfalls gerne mal vor die Kameralinse vieler Fotografen. 

Wir hatten wieder mal Glück und hatten den Park ziemlich für uns alleine. 

Gut, einmal wurden wir von Polizisten kurz gestört.

Denen konnten wir direkt weiterhelfen, denn wir haben zuvor an einer Parkbank vermeintliches Diebesgut entdeckt. 

Nach dem Hinweis sind die direkt wieder abgezogen und wir konnten weiter den Park erkunden. 

Nach guten zwei Stunden herumschlendern und fotografieren ging es dann weiter in den Findlingspark.

Diesen haben wir zufällig auf Google Maps entdeckt, sonst hätten wir den wohl übersehen.

Findlingspark Nochten

Im Findlingspark Nochten ist der Name Programm. 

Rund 7000 skandinavische Findlinge sind dort zu bestaunen. Das mag für viele erst einmal langweilig klingen...

Tatsächlich ist der Park wunderschön angelegt und bietet auf kleinen Erhebungen auch schöne Ausblicke. 

Bei jedem Findling steht die Gesteinsart und der Herkunftsort dabei. 

Nicht nur für Hobby-Geologen bietet der Park etwas, sondern auch für Pflanzenliebhaber. 

Neben Steinpflanzen gibt es viele Bäume und Sträucher, die ebenfalls mit Schildern versehen sind. 

Turm am Schweren Berg Weisswasser

Erschreckend!

Das dachten wir als wir auf dem 30 Meter hohen Aussichtsturm auf den Tagebau Nochten blickten. 

Wahnsinn was dort an Land zerstört wurde. 

Tagebauch Nochten Sachsen

Im Hintergrund ist das Kraftwerk Boxberg zu sehen, das wir dann im Verlauf des Abends noch in dramatischer Kulisse ablichten konnten. 

Der Aussichtsturm ist übrigens kostenlos und direkt darunter gibt es eine Möglichkeit einzukehren. 

Kraftwerk Boxberg

Auch ein Kraftwerk kann ein tolles Fotomotiv sein. Vor allem in der Abendsonne. 

Wir waren auf einer ewig langen geraden Bundesstraße unterwegs als im Rückspiegel ein Flammeninferno auftauchte. 

Glücklicherweise keine echten Flammen, sondern nur die Abendsonne.

Also kurz rechts ran fahren und ein paar Bilder machen...

Sachsen Grenzwertig - Östlichster Punkt Deutschlands

Ein Besuch beim östlichsten Punkt von Deutschland haben wir natürlich auch unternommen. 

Klar, wenn man fast daran vorbeifährt auf dem Weg nach Görlitz. 

Im kleinen Zentendorf findet man schnell einen Parkplatz und vor dort aus ist es ein schöner Spaziergang zum Punkt. 

Ramona signiert übrigens keinen Geocache, sondern trägt sich in das Zipfelbuch ein. 

Das gibt es an allen vier Himmelsrichtungspunkten in Deutschland. 

Görlitz

Görliwood, so wird Görlitz wegen der vielen dort gedrehten Filme häufig genannt. 

Mit knapp 4000 Denkmälern gibt es dort viel zu sehen. 

Da wir aber nicht so die Stadttouristen sind, haben wir uns nur ein paar Dinge angeschaut und sind kurz mal nach Polen geschlendert. 

Empfehlen können wir einen Besuch im Kaffee Kränzel. Etwas versteckt sitzt man dort in einem urigen Hinterhof. 

Dort gibt es ausgefallene Kaffeevariationen und leckeren Kuchen. Zum Beispiel Orangencafé. 

Am Flüsterbogen waren wir natürlich auch.

Wenn man auf der einen Seite an der Vertiefung etwas reinflüstert, wird der Schall zur anderen Seite weitergeleitet. 

Schnurtelefon Version 0.01

Kloster Oybin

Vom Kloster sind tatsächlich nur noch die Mauern erhalten. Von der Burg Oybin gibt es noch mehr zu sehen.

Vom Parkplatz ist es nicht weit, allerdings müssen dazu ein paar Höhenmeter über Treppen zurückgelegt werden.

Auf dem Weg zu Burg und Kloster kommt man auch an der schönen Bergkirche vorbei.

Ein Blick ins Innere lohnt sich auf jeden Fall.

Danach geht es zur Burganlage und Klosterruine. 

Pro Nase kostet der Eintritt 8 Euro. Lohnt sich aber definitiv. 

Nicht mal wegen der Burginnenräume, sondern der weitläufigen Burganlage. Sie bietet schöne Ausblicke und führt an bizarren Felsformationen rund um den Berg Oybin. 

Gohrischfelsen

Der Gohrischfelsen war so überhaupt nicht eingeplant. 

Von dem hatten wir tatsächlich zuvor noch nie etwas gehört. 

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz standen wir direkt unterhalb des Felsens. 

Zu Beginn waren wir noch recht alleine auf dem Parkplatz.

Allerdings kamen so gegen 21 Uhr schon die ersten welche sich mit Rucksack, Schlafsack und Kopflampe auf den Weg machten. 

Das hat uns dann doch neugierig gemacht. Ein kurzer Blick auf Google Maps zeigte ein Pavillon das wohl sehr beliebt ist, um Sonnenaufgänge zu fotografieren. 

Der Entschluss war schnell gefasst, das wir da in aller Frühe auch hoch marschieren. 

Vom Wanderparkplatz Galgenschänke sind es nur ein paar hundert Meter zum Pavillon. 

Um 5 Uhr morgens kamen immer mehr Autos auf den Parkplatz und wenig später war der Parkplatz schon fast belegt. 

Durch den Stockdunklen Wald ging es dann direkt nach einer Tasse Kaffee hoch zum Pavillon. 

Wir haben dazu so um die 20 Minuten benötigt. 

Hier und da haben noch ein paar Wanderer in den Schlafsäcken gelegen. Die ersten Fotografen haben schon die Stative ausgepackt und die Kamera eingestellt. 

Wir haben uns dazu gesellt und uns mit ein paar davon unterhalten. 

Als dann die Sonne über den Berg spitzelte, wurde es mucksmäuschenstill. 

Nur das leise klicken der Fotoapparate konnte man noch hören. 

Jeder starrte gespannt in Richtung Sonnenaufgang. Ein tolles Erlebnis. 

Knapp eine halbe Stunde später haben wir uns dann wieder Richtung Parkplatz aufgemacht. 

Schrammsteinaussicht

Die Plattform bei den Schrammsteinen bietet einen der schönsten Ausblicke in der Sächsischen Schweiz. 

Um dort hinzukommen, sind allerdings ein paar Höhenmeter zurückzulegen. 

Garniert mit Treppen und Leitern. 

Ein richtig tolles Gelände das Spaß macht. 

Oben angekommen hat man dann eine tolle Aussicht, zum einen auf die Schrammsteine, zum anderen rundherum auf die Sächsische Schweiz. 

Die Sonne geht hinter den Schrammsteinen unter, für ein Foto empfiehlt es sich also eher gegen Abend hier herzukommen. 

Talsperre Pöhl

Für den Rückweg in die Heimat haben wir uns noch die Talsperre Pöhl angeschaut. 

Es ist der drittgrößte Stausee in Sachsen. 

Am dortigen Campingplatz gibt es eine große Liegewiese, welche zum Picknick in der Abendsonne eingeladen hat. 

Der Parkplatz bietet sich zum übernachten an (kostenpflichtig). Die sanitären Anlagen des Campingplatzes können mitgenutzt werden. 

Übernachtungsplätze für den Micro Camper in Sachsen

Gehen wir noch kurz auf die Stellplätze ein in Sachsen. 

Es gibt genügend Parkplätze, auf denen man stehen kann. Meist sind diese kostenpflichtig. 

Von 6 bis 12 Euro pro Nacht war alles dabei. 

Der Vorteil ist ganz klar, das man legal auf den meisten Plätzen stehen kann. 

Da es sich meist um Wanderparkplätze handelt, kann es von dort aus direkt losgehen.

Sachsen - Ein visueller Overload

Wir waren schon mehrfach in Sachsen. Das hat sich bisher aber auf Dresden und einmal Wandern entlang des Malerwegs beschränkt.

Dieses Mal haben wir das Gebiet etwas ausgeweitet und festgestellt, da gibt es noch mehr. 

Es kann also sein, dass wir bald wieder dort hinfahren werden. Ein paar Orte, die wir besichtigen wollen, stehen noch auf der Liste. 

Seid ihr schon in Sachsen zum Wandern gewesen? Wenn ja, was waren Eure Highlights?


Tags

sachsen, wandern


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  • Wir waren mal in der sächsischen Schweiz zum Wandern. Hatten ein Hotel in Bad Schandau.
    Damals habe ich nicht so intensiv fotografiert. Deshalb möchte ich unbedingt nochmal hin. Aktuell sind die Kinder aber nicht so wanderfreudig. 🤔

    • Es gibt zwar auch tolle Wanderstrecken welche kinderfreundlich sind, die Highlights sind tatsächlich aber meist mit Höhenmetern verbunden. Das mögen Kinder, je nach Alter natürlich eher wenig.

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