Geocaching Verbote nun auch schon im Stadtgebiet

Die Entwicklung Masse statt Klasse ist ja schon länger zu beobachten. Intensiv verfolge ich die Tendenz ca. 2 Jahre und habe auch schon öfters in Foren, Blogs usw. darauf hingewiesen. Bisher wurde das immer belächelt. 

Jetzt da es immer mehr Verbote gibt machen sich immerhin schon mehr Geocacher Gedanken dazu. Konkret geht es momentan um den Powertrail Geocaching Forever der in die Landschaft gepflastert wurde, ohne vorher über mögliche Folgen nachzudenken. Das über 200 Dosen die Cacher anziehen wie Sch…. die Fliegen dürfte klar sein.

Natürlich werden solche Runden nicht wegen der Punkte gemacht, so behaupten das die meisten, sondern wegen der Bewegung. Da fragt man sich aber warum solche Runden überlaufen werden? Multis bei denen man 30km oder mehr erwandern muß hingegen werden eher selten gemacht. Die Bewegung wäre aber die gleiche, nur mit dem Unterschied daß man einen Gummipunkt bekommt.

Jedenfalls wird derzeit über das erste mir bekannte Geocachingverbot in einem Stadtgebiet diskutiert. Der Beschluß ist wohl noch nicht endgülitg gefasst, dürfte aber sicherlich in den nächsten Tagen/Wochen folgen. Das ist genau die Entwicklung die vorherzusehen war. Ich denke daß diesem Beispiel noch mehrere Gemeinden folgen werden. Die Verbote in Naturschutzgebieten weiten sich ja auch immer mehr aus.

Manche Geschichten holen einen immer wieder ein und zu diesem Thema fällt mir nur der sehr gut verfasste Beitrag auf 9Grad Ost ein: Das Spiel der Großväter

Meine Zukunftsprognose: Die virtuellen Caches werden wieder eingeführt und die Challenges ausgeweitet. Wie seht ihr die Zukunft?

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17 Kommentare

  • Ja, ich beobachte das auch.
    Ich denke, dass wir noch enger mit den Behörden vor Ort in Kontakt treten müssen (Gemeindeverwaltung, Forst, Jagd, Naturschutz).
    Pauschale Verbote wie in Altensteig schaden der Gemeinde langfristig, denn mit einem koordinierten Angebot, siehe z.B http://www.geocaching-schoemberg.de/ kann die Gegend schon auch profitieren.
    Ich parkte z.B. vor kurzem dort im Nordschwarzwald zwischen Cachemobilen aus Österreich und der Schweiz. Diese Cacher kommen für 2-5 Tage, übernachten z.T in Hotels, essen und trinken usw. und lassen somit gutes Geld in den Gemeinden.

    Aber ohne Kommunikation und Absprachen, werden langfristig wohl noch so manche Verbote kommen.

  • Auf welcher Grundlage will man denn das Cachen in einem Stadtteil verbieten. Welches Gesetz will man heranziehen um das durchzusetzen? Wie soll ein solches Verbot durchgesetzt werden? Und wer von euch würde sich dran halten? Gerade Geocacher sind doch dafür bekannt jede Lücke zu nutzen um das eigene hobby zu legalisieren. Und das ist auch gut so!

    Ich glaube, das das nicht mehr als Heiße Luft ist. Ich habe zumindest noch niemand getroffen, der mir erklären konnte wie er Geocacher davon abhalten will auf öffentlichem Grund genau soviel Spass zu haben wie Wanderer, Hundebesitzer, Walker, Jogger, Bummeltouristen etc..

    • Hier geht es ja nicht um das Geocaching an sich, sondern um das Auslegen eines Caches. Und das kann jeder Grundstückseigentümer ohne Angabe von Gründen pauschal verbieten. Und da die Gemeinde bestimmt reichlich Grund besitzt und zumindest dort auch die privaten Eigentümer dem Spaß nun eher negativ gegenüber eingestellt sein dürften, könnte es dort in Zukunft zu weiteren Problemen kommen, wenn hier jemand einen Cache auslegt.
      Und wenn die Gemeinde einigermaßen „clever“ ist, dann haben sie sogar die Möglichkeit bei Groundspeak zu intervenieren und bestimmte gemeindeeigene Gebiete für das Auslegen von Geocaches dauerhaft zu untersagen. Solche Gebiete werden dann auf der Reviewer-Seite markiert und eingereichte Cache-Listing in dem Bereich nicht mehr zugelassen. Alles schon passiert.

      Das Suchen nach einem Geocache dürfte generell nicht zu verbieten sein, außer man betritt gesperrte oder geschützte Gebiete. Dies würde vor allem dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit widersprechen. Zudem wäre es, wie von dir angesprochen, ordnungspolitischer Schwachsinn, da ein solches Verbot nicht kontrollierbar ist.

      Aber nun zur Frage des Autors, wie ich die weitere Entwicklung sehe. Auf Dauer sehe ich, zumindest momentan, ziemlich schwarz. Dafür wird von Seiten Groundspeaks in meinen Augen einfach zuviel unternommen, um diese kritische Entwicklung zu befeuern. Hier sind verschiedene Faktoren zu nennen, die allesamt einen Teil der Verantwortung tragen dürften:
      – Thema Powertrails: die Aufweichung der hierzulande ehemals strikt angewendeten Sättigungsregel, nach dem Motto: „Da kannst du auch einen Multi-Cache draus machen!“
      – Thema Statistik-Fixiertheit: Seitdem die Feedback-Funktion online ist, wurde von User-Seite oftmals der Wunsch geäußert, die Fund-Statistik in den Hintergrund zu stellen. Sprich, Fundzahl beim Loggen nicht anzeigen usw. Somit soll der definitiv vorhandene Konkurrenzgedanke in den Hintergrund treten.

      So könnte man bestimmt noch etliche andere Punkte anführen, die sich auf lange Sicht meines Erachtens negativ auf unser Hobby auswirken werden. Aber was soll man von einem auf unbedingtes Wachstum ausgelegtes Wirtschaftsunternehmen auch viel anderes erwarten …

      Viele Grüße,
      Jens

  • Wie das durchgesetzt werden soll?
    Geocaching archiviert die Listings, ganz einfach!
    Und Reviewer schalten dort keine neuen Caches mehr frei.

    So stirbt ein tolles Hobby langsam vor sich hin.

    • Geochaching.com wird sicher nicht einfach Listings deaktivieren weil jemand das will. Dafür bräuchte es eine Rechtliche Grundlage die das untersagt, damit die Reviewer auf das listing archivieren. Wobei wir wieder bei der Fragen wären wie diese aussehen soll.

      Falls Geocaching.com die einzige Plattform ist die du kennst, dann versandet bein Hobby vielleicht wirklich.

      Es gibt viele Wege Listings zu verbreiten eine GSAK Datanbank im P2P Netzwerk oder eine Initiative Caches in OSM einzupflegen oder OpenCaching oder … es gibt sooo viele Möglichkeiten dieses Spiel zu spielen! Das KANN niemand verbieten/eindämmen/zerstören … es mag sich sicherlich verändern — ist es vielleicht wovor so viele Angst haben? Ich sehe das als Changse das sich das Spiel weiterentwickelt. Veränderung bedeutet nicht, das das die Alten Elemente entfernt werden.

      Wieso steht und fällt alles immer Geocaching.com!!!?! Die kriegen viel Credits für das Erfinden des Spiels aber man braucht sie nicht zum spielen!

      Vielleicht sollte man mal eine Metaplattform für (punktegeile ) Geocacher entwickeln, die die Statistiken verschiedener Provider sammelt und eine OverallScore anzeigt. Vielleicht geht damit die Hörigkeit gegenüber Geocaching.com zurück. Für Coins und TBs gibt es die ja auch schon.

      Und wer mir jetzt damit kommt, das die Qualität der Caches leidet wenn jeder Veröffentlichen kann was und wo er will, der schaut sich mal bitte um bei dem was jetzt veröffentlicht wird — sehr viel schlimmer kann es nicht mehr werden! Auch hier werden Community Basierte Ratingsystem wie GCVote stärker dafür sorgen, das man die Wahl hat, denn man muss nicht jeden Cache in der Homezone gehohlt haben um ein Geocacher zu sein! Ganz im Gegenteil wenn man unnütze, hässliche, ungeschickte Caches nicht loggt, sorgt man dafür das potenzielle Owner sich wieder Gedanken machen was sie auslegen.

      • >>Geochaching.com wird sicher nicht einfach Listings deaktivieren weil jemand das will.

        Aber sicher doch. In dem Moment, wo es mit einem Cache ein Problem geben KÖNNTE, wird er von der Veröffentlichungsplattform genommen und GS ist das Problem los.

  • @hless: Rechtliche Grundlage? :lol: Schreib eine Mail an Groundspeak, gib dich als Verwaltung oder Behörde aus und fordere die Archivierung von ein paar Caches. Begründung: Stadtflächen und Dose ohne Erlaubnis. Ich würde sagen, maximal eine Woche und die Listings sind archiviert. ;-)

  • Sollte ich vielleicht tatsächlich mal probieren :-P

    Wenn der betroffene Cache es Wert ist wird er auf einer anderen Plattform weiter existieren. Wenn es jemand gibt der will das andere sich an dem Cache erfreuen können wird er die Koordinaten weitergeben … vielleicht entsteht durch eine alternative, vielleicht sogar ein bisschen geheime/spielerische, Weitergabe der Coordinaten/Listings ein ganz neuer spannender Aspekt des Spiels.

    Sollte sich niemand inkl. Owner darum kümmern das der Cache außerhalb von Groundspeak überlebt, dann hat er es auch nicht verdient und es ist nicht schade drum.

  • Bedingt durch die Art des Umgangs unter/miteinander, der Respektlosigkeit nicht nur in der Community sondern auch im Umgang mit Naturschutz uvm, sowie der Unmöglichkeit das in den Griff zu kriegen sehe ich keine Zukunft für das, was ich mal als „Geocaching“ angesehen habe. Wir sind mittlerweile nicht nur Massenphänomen, sondern stehen auf der Aktionsliste vieler Organisationen mit dem Ziel zu regulieren, zu verbieten, oder es sich irgendwie zunutze zu machen. Die Verwässerung durch 0815-Caches tut ihr übriges. Die „schöne“ Zeit ist vorbei, leider … und auch virtuelle Systeme werden die Kernprobleme nicht lösen können, die immer dann auftreten, wenn man viele Leute möglichst simpel anspricht … bye bye Hobby …

  • Heute ist es wieder mal soweit, alle ärgern sich über den Niedergang ihres schönen Hobbys, bloggen darüber und kommentieren kräftig. Und morgen? Morgen ziehen alle wieder kräftig PQs damit sie am Wochenende alles so machen wie immer…. und am Sonntag gehen die G$-Server wieder in die Knie, weil alle loggen wie Wilden.

    Man kann es nicht oft genug sagen: Wer etwas ändern will, wer den Niedergang aufhalten will, der muss aktiv werden. Bloggen und kommentieren nützt da nix!

    Nun wird sich mancher fragen: Wie denn?

    Das muss jeder für sich selbst beantworten. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer noch Hoffnung hat, dass unter der Führung von G$ noch ein Umschwenken möglich ist, der sollte sich zumindest an G$ wenden und dort (auch auf deutsch möglich) sein Anliegen vortragen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten. Andere Plattformen auf denen die Statistik nicht so sehr im Vordergrund steht und die auch nicht so im öffentlichen Focus stehen… Egal was, aber eins ist sicher lamentieren allein ändert nichts!

    Wenn du etwas ändern willst, werde aktiv!

    • Auf Blogger schimpfen, die versuchen als Multiplikatoren andere für solch kritische Themen zu sensibilisieren und entsprechende Kommentare als „unnütz“ zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück.
      Selten sowas Unqualifiziertes gelesen … :nein: Schade!

    • Wenn du etwas ändern willst, werde aktiv!

      Ja, leider stimmt das bei GS nicht. Meine Anfrage wurde nämlich klammheimlich gelöscht und geschlossen. Unangenehme Fragen werden dort wohl nicht gerne gesehen.

  • Guten Morgen,
    tja, ich habe auch schon einige „Powertrails“ teilweise absolviert. Anfangs war klar der Gedanke die Statistik aufzupolieren. Klar. Gebe ich zu. Gestern war ich in den Augsburger Wälder im Westen mit dem MTB unterwegs. Eine sehr schöne Gegend und die Cache sind bedeutend schöner versteckt als der „Blaumilchkanal“ um München. Und trotzdem sieht man jetzt schon unsere Trampelpfade, umgewühlte Erde an den Baumstümpfen…

    Letzte Woche war ich in Rosenheim und bin nach einer Geburtstagsfeier bei Freunden noch zum Cachen. Ein kleines Stück Blaumilchkanal lag auf meiner Strecke. Ich machte folgende Beobachtung:

    Ein Golf fuhr an einer total belebten Kreuzung an eine Bushaltestelle, bremste mit quietschenden Reifen, der hintere Mitfahrer stürzte aus dem Auto, rannte rein ins Bushäuschen, suchte irgendwas und der Beifahrer schrie aus dem Auto, „linke obere Ecke!“ Wenige Augenblicke später rannte der Mitfahrer wieder zum Auto und wieder mit quietschenden Reifen raste das Auto an mir vorbei.

    Mir stellten sich nur die Fragen „war da nicht was mit Muggels? Wo bleibt die Rücksicht? Muss das sein?

    Ja, wir setzen den Grundstein für unser Hobby. Ich für meinen Teil werde auch noch die nächsten Jahre Cachen. Es werden Verbote und Gebote kommen. Anscheinend sind sie notwendig.

    Ich werde in nächster Zeit einen Fragezeichen Multi in den Wald legen und den Kontakt mit den Jägern suchen, für mich selbstverständlich, ich bin für ein friedliches Miteinander. Doch es wird wieder eine „Premium“ Dose.

    Ich finde es gut dass Spike05de das Thema sensibilisiert, sowas regt zum Nachdenken an. Ich möchte auch mal mit einem Whereigo in meinem Heimatdorf experimentieren und werde auch mal mit dem Bürgermeister reden. Hier kennt ja jeder jeden. Vielleicht sollte man versuchen das Hobby langsam an die Öffentlichkeit bringen.

    Solche Aktionen wie im Fernsehen „der letzte Bulle und Drogenverstecke mit Geocaching verbinden“ ist unserem Hobby nicht zuträglich. Klasse Sache. Wenn man plötzlich von Arbeitskollegen erfährt, dass man Drogenverstecke sucht. Auch hier hatte ich zwei Möglichkeiten, geheimnisvoll lächeln… oder aufklären. Ich habe aufgeklärt.

    So, das reicht.

    Schönen Feiertag allerseits…

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