Gibt es unerwünschte Blogartikel?

Diese Frage muß man sich die Tage zwangsläufig stellen, da ja in der grünen Hölle und dessen News-Aggregator solche Artikel downgevotet werden konnten. Inzwischen ist das unüberlegte System wieder ausgebaut. 

Zunächst muß man sich aber mal die Definition von Blog bei Wikipedia näher anschauen:

Ein Blog oder auch Web-Log, Wortkreuzung aus engl. World-Wide-Web und Log für Logbuch ist auf einer Webseite und damit – meist öffentliches – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.

Es gibt nun aber einige User im Internet, die meinen ein Blog müsste immer nur Artikel schreiben die interessant sind oder einen Mehrwert bieten. Ich sehe das allerdings etwas anders. Grundsätzlich kann ich über alles bloggen was mir gerade durch den Kopf geht. Wenn jemand damit nicht einverstanden ist oder er es nicht lesen möchte, braucht er dies ja nicht zu tun. Es ist meiner Meinung nach einfach nur arrogant Blogs aus einem News-Aggregator herauszuvoten. Das erinnert mich irgendwie an die Verhältnisse in China. Ein moderierter Newsfeed der derzeit diskutiert wird, ändert daran auch nichts.

Ich habe das Voting-System schon länger beobachtet und konnte wiederholt feststellen daß nicht nur schlechte Artikel mit Minuspunkten versehen wurden, sondern auch eine Häufung bei bestimmten Themen oder Personen feststellen. Oft waren die Artikel alles andere als schlecht, vertraten aber wohl nicht die Meinung einiger Leser. Ein Paradebeispiel sind negative Artikel über Powertrails.

Was auch immer bemängelt wurde daß viele Blogs über das gleiche Thema schreiben. Gerade im News-Aggregator fällt dies natürlich sofort auf und führt direkt zu einigen Minuspunkten. Oft wurden die Minuspunkte so schnell vergeben daß der Artikel noch gar nicht komplett gelesen werden konnte.(außer es handelt sich um Speedreader) Im übrigen berichten die Zeitungen auch über viele gleiche Themen. Zeitung A lese ich aber gerne und Zeitung B eben nicht. Und das tolle daran ist, ich muß keine Zeitung lesen wenn ich nicht möchte.

Direkt aufgefallen sind mir nach dem veröffentlichen des ersten Artikels zu diesem Thema die Trackbacks die eingetrudelt sind. Diese waren in letzter Zeit immer mehr zurückgegangen was ich auf die oben aufgeführte Problematiken zurückführe. Denn meist erhält man einen Trackback wenn man zum gleichen Thema etwas geschrieben hat. Zumindest hab ich dies so beobachtet.

Kennt eigentlich noch jemand die Blogstöckchen, Blogparaden, Blogtouren oder gar den Freitags-Füller? Darunter waren zum Teil sehr interessante und lesenswerte Artikel. Das sind alles Dinge die für mich zum bloggen dazugehören. Leider wurde auch das meiner Ansicht nach durch das grüne Forum und den News-Aggregator stark zurückgedrängt.

So gemeckert und gemotzt hab ich jetzt genug und meine Gedanken dazu niedergeschrieben. Für mich gibt es keine unerwünschte Blogartikel sondern nur User die andere Meinungen nicht akzeptieren können oder halt ständig und an allem etwas auszusetzen haben.

Zum Schluß möchte ich Euch noch auf alternative Zensur News-Aggregatoren zum Thema Geocaching hinweisen:

Zum einen gibts da http://www.blogsalongtheroute.de der von den Dosenfischern betrieben wird und zum anderen GeCaBlo. Seit heute existiert auch noch von Robert, den wohl einige vom Geocaching-Handbuch kennen dürften, der http://www.dosenblogs.de

Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten auf dem laufenden zu bleiben. Persönlich nutze ich dafür Google Reader und habe da alle Blogs die ich so lese eingetragen. Jeder Blog besitzt normalerweise einen RSS-Feed den man dort eintragen kann. Der Feed von meinem Blog ermöglicht es sogar die Themen als Email zu abonnieren. Es gibt also genügend Optionen um ungefiltert und komfortabel informiert zu bleiben.

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10 Kommentare

  • Dass das Voting-System von Anfang an Mist war, bedarf eigentlich keiner Diskussion mehr.
    Interessant war dennoch, dass einige Beiträge, die stark negativ bewertet wurden, scheinbar dann auch deutlich mehr gelesen wurden.

    • Mich wunderte eigentlich immer nur, das Moenk so beharrlich beim Votingsystem blieb (und immer noch bleibt), wo es doch von Anfang an nur Kritik bekam. Das die Sache irgendwann eskaliert war klar und die letzte Aktion brachte dann halt nur das lange brodelnde Fass zum überlaufen.

      • Erinnert mich irgendwie an Deutschland ganz allgemein. Wenn dort etwas eingeführt wurde das nicht funktioniert wird es trotzdem beharrlich weitergeführt. Es möchte ja keiner zugeben das er einen Fehler gemacht hat.

  • Selbstverständlich darf und soll jeder Blogger in seinem Blog schreiben, was er für richtig hält. Dort hat er schließlich Hausrecht! Jeder potentiell interessierte Leser kann sich dann den Blog ansehen und für sich entscheiden, ob er hier regelmäßig lesen will – durch Besuch, Feedreader oder sonstwie.

    Etwas anders verhält es sich jedoch, wenn ein Blog für einen themenspezifischen Aggregator angemeldet ist. Dann hat der Leser nur noch die Auswahl zwischen ganz oder gar nicht. Und für diese Aggregatornutzer ist es dann ärgerlich, wenn dort themenfremde Beiträge überhand nehmen. Insofern erwarte ich schon als Nutzer, dass die Blogger nur thematisch passende Beiträge übergeben (z.B. über einen speziellen Feed einer Kategorie) bzw. der Betreiber des Aggregators irgendwann einen auffälligen Blog entfernt. In einem Geocaching-Aggregator will ich nicht x-fach über Abnehmduelle oder Kaffemaschinen lesen. Der von Moenk gewählte Weg mit dem Voting war sicherlich der falsche; sinnvoller wäre wahrscheinlich eine Art Moderation anhand klarer Regeln wie z.B. beim ubuntuusers-Planeten (http://wiki.ubuntuusers.de/ubuntuusers/Ikhayateam/Planetenregeln).

    Seltsamerweiser ist das bei zwei anderen Aggregatoren , die ich regelmäßig nutze, bislang auch nie ein Thema gewesen (Fahrrad und Ubuntu). Wahrscheinlich hindert das Wetter derzeit noch zu viele Geocacher daran, ihr eigentliches Hobby auszuüben, so dass sie sich Ersatzbeschäfftigung suchen. Gabs letzten Winter nicht auch irgendeine Sau, die durchs GC-Dorf getrieben wurde?

    Und wie (fast) immer gilt: Vielfalt bereichert das Geschäft. Ich nutze schon länger den Aggregator der Dosenfischer. Dort sind zwar nicht so viele Blogs vertreten wie im Geoclub, aber dafür scheint mir dort mehr Wert auf Qualität gelegt zu werden.

  • Und schon wieder ein Blog in dem sich jemand über die +/- im Newsaggreagator beschwert aber unter dem gleichzitig die „Like it“ und „+1“ -Buttons prangen.
    Muss man nicht verstehen.

    Wenn die Leser darüber abstimmen können ob ein Artikel ihnen gefällt oder nicht hat das nichts mit China zu tun, sondern dann ist das im Gegenteil demokratisch.

    Im übrigen ist der Newsaggregator thematisch auf Geocaching spezialisiert. Wenn jemand meint ein Tagebuch bloggen zu müssen das mit anderen Themen gefüllt ist, kann er das ja machen – aber doch bitte nicht im Geoclub und dann auch noch weinen, wenn es dort zwangsläufig wenige interessiert.

    • Nochmals, um fremde Themen ist es niemals gegangen. Mein Blog war im News-Aggregator nur mit der Geocaching-Kategorie vertreten. Auch die meisten anderen Blogs sind oder waren das. Ja und zum +1 oder Like-Button: da hast du jetzt Äpfel und Birnen verglichen oder denn Sinn von den Sozialen Netzwerken nicht verstanden. Diese Buttons dienen dazu den Artikel weiterzuempfehlen während das +/- Teil im Geoclub eine andere Funktion hat ;)

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