Ich habe Geocaching als Spiel immer falsch verstanden!

Die Tage gibt es auf diversen Geocaching Blogs immer wieder etwas vom Rückgang der Dosen zu lesen. Geocaching ist rückläufig. Toll! 

Allerdings scheine ich das Spiel bisher immer falsch verstanden zu haben. Auch bei Wikipedia steht wohl eine nicht ganz korrekte Beschreibung des Spiels. Als ich vor gut 8 Jahren begonnen habe ging es nämlich um folgendes: Location, Location, Location. So steht es übrigens auch bei Wikipedia: 

Auszug aus dem Wikipedia Eintrag zu Geocaching
Erst durch die Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit (Selective Availability) des GPS-Signals für nichtmilitärische Nutzer durch die US-Regierung am 2. Mai 2000 wurde sie von ca. 100 Meter auf etwa 10 Meter erhöht und dadurch der Einsatz von GPS-Geräten im privaten Einsatzgebiet praktikabel. Um diese Verbesserung zu feiern, schlug Dave Ulmer am 3. Mai 2000 in der Usenet-Newsgroup sci.geo.satellite-nav unter dem Titel „The Great American GPS Stash Hunt“ vor, ein weltweites Spiel zu starten und an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch zu verstecken.[2]

Ich habe die Stelle mal fett markiert. Der Grundgedanke beim Geocaching war es also besondere Orte zu zeigen. Das hab ich auch damals so wahrgenommen. Mein erster Cache führte mich in einen Wald in dessen Nähe ich schon des öfteren war. Dort fand sich dann ein kleiner Turm und die Beschreibung dazu warum dieser dort steht. 

Das hat mich damals von diesem Hobby schnell überzeugt und ich habe noch viele weitere tolle Orte gefunden. Jetzt muß ich aber bei Geocaching-Cottbus einen Aufruf zum Dosenlegen lesen, weil eben das Hobby den Bach hinuntergeht. Dort wird auf das selbst auferlegten Regeln von Mixi eingangen: 

Qualitätsregeln P12-17

Ab dem 1. Januar 2012 lege ich nur noch Caches, wenn ich mindestens 2 der folgenden Fragen mit JA beantworten kann: 

  • Ist der Cache kreativ?
  • Ist der Cache ein Small oder größer?
  • Ist der Cache ein D3 und/oder T3 und höher?
  • Ist der Cache kein Traditional?
  • Liegt der Cache an einem besonderen/sehenswerten Ort?

Mit dieser Maßnahme möchte ich dazu beitragen, die Qualität der ausgelegten Caches zu steigern. 

Wie gesagt, scheinbar habe ich das Spiel falsch verstanden. Denn in den oben genannten Regeln kann ich nur einen guten Grund finden einen Cache zu legen: „Liegt der Cache an einem besonderen/sehenswerten Ort?. 

Kreative Caches gab es früher auch schon, allerdings wurde viel mehr wert auf den Ort gelegt. Die Größe sagt nichts über die Qualität des Caches aus. Vor allem aber nicht die D/T-Wertung. Ja und ein Traditional ist eben wie der Name schon sagt das traditionelle Geocaching. 

Wie denkt ihr darüber? Wird sich das Geocaching wieder auf die ursprünglichen Werte abseits der Statistik und Abziehbildchen besinnen? Wie definiert ihr einen Qualitätscache?

5 Kommentare

  • Würde ich überhaupt nicht unterschreiben. Klar ist es schön wenn es ein besonderer Ort ist, aber für mich überhaupt kein Muss! Ich bin so steinalt dass ich in meiner Jugend tatsächlich noch den Vorgänger gespielt habe, Schnitzeljagd und das nicht mal selten. Und es ging fast nie um den Ort sondern immer um die Suche der verschiedenen Stationen, das was heute ein Multi ist. Für mich ist Geocaching seit dem ich 2004 begonnen habe immer ein Ausgleichssport gewesen bei dem es mir immer gefiel ein paar Ziele zu haben und dafür zu laufen. Schön wenn ich dabei auf muggelige Gegenden und stundenlanges Gefummel an irgendwelchen Geduldspielchen verzichten kann.

    Aber es ist wie immer, jeder wie er mag so lange er damit nicht andere an irgendwas hindert 8-)

  • aloha.

    muss ich mich natürlich auch zu äusseren, wenn sich der blogartikel auf was von mir geschriebenes bezieht. :)

    zuallererst mal, die „regeln“ hat sich glaube ich mixi gar nicht selber auferlegt, er hat sie von einem nutzer names ichel ( https://www.geocaching.com/profile/?guid=61c45fd6-efb7-441f-a958-f415d0074048 bzw http://www.cachewerkstatt.de/ ) als anregung übernommen, jedenfalls habe ich mixis video damals so verstanden. das video war als anregung gedacht mal über das eigene „cachelegeverhalten“ nachzudenken.

    was deinen punkt mit der „location, location, location“ angeht, wer sagt denn das? die wiki? die wird von nutzern für nutzer geschrieben, irgendwann wird ein kompromiss zwischen dem gefunden, was die nutzer lesen wollen und dem, was die schreiber schreiben wollen, das steht dann solange, bis es neuen, ich nenns mal „input“ gibt und das ringen von neuem beginnt. das, was in der wiki steht als wahrheit zu definieren ist einfach falsch. es kann sein, muss aber nicht.
    mein vorkommentator, der liebe dbuddi hatte zu diesem thema „was ist geocaching“ schonmal was interessantes geschrieben, was ich hier aufgreifen möchte. wenn man sich wirklch an das ursprüngliche, das essentielle, das erste, was da war, ranarbeiten möchte, und damit geocaching definiert, dann muss man wohl irgendwo im nirgendwo am a***h der welt nen eimer mit nem geldschein, paar cd´s und ner dose bohnen vergraben. Da gings nicht um location, da ging es darum eine neue technische möglichkeit, das gps, auszuprobieren und zivil und spielerisch zu nutzen, das war quasi die „pflicht“.
    Das ganze erhielt dann irgendwann einen neuen namen, ein neues gewand und ne neue datenbank (+ vermarktungssystem).
    Und natürlich, wenn ich jemanden mit hilfe eines „navigationssystems“ irgendwo hin schicke, dann möchte ich ihn in aller regel nicht in eine „pissecke“ schicken, sondern dahin, wo was los ist, wo man was tolles sehen kann. Das war dann die „kür“.

    Die von dir angesprochene kritik am „ichel-system“ kann ich in teilen nachvollziehen und gehe konform. Keine der angegebenen bedingungen allein für sich genommen garantiert einen „guten“ cache (das subjektive empfinden jedes einzelnen, was ein guter oder nicht guter cache ist, möchte ich hier mal nicht thematisieren, das führt dann wohl doch gehörig zu weit). Und sicherlich sind auch 2 erfüllte bedingungen kein garant dafür. Aber ich denke, die wahrscheinlichkeit, das der cache eine tnedenz bekommt, ihn als „gut“ zu bezeichnen, steigt, mit der anzahl der erfüllten bedingungen. Einiges dazu wurde übrigens auch in den kommentaren unter diesem artikel diskutiert, eventuell liesst du da nochmal nach.
    Im übrigen bin ich mir sicher, dass es auch cacher gibt, die einem cache, der allen „ichel-system“- bedingungen entspricht, etwas abgewinnen können, was ihn für sie eben nicht gut macht. Geschmäcker sind eben sehr verschieden.

    Du hast in deinem blog mal einen artikel geschrieben, in dem du dich mit den morsix-regeln auseinandergesetzt hast: https://www.spike05.de/wie-lege-ich-einen-guten-geocache/ (später folgte noch irgendwie eine interaktive sache dazu, die ich aber leider nicht ganz verstanden habe). Ich hatte das so gelesen, dass du diese regeln gut findest und befürwortest, bzw owner sogar nahelegst, dich an ihnen zu orientieren. Stark runtergebrochen sehen diese 4 kritierien vor „ort“, „herausforderung“, „besondere dose“, „spannender geocache“. Und sie besagen, „wenn eine dieser bedingungen erfüllt ist, lege die dose“. Also auch nichts von dem „toller ort + irgendwas“, was du gerade mit diesem artikel hier forderst. (im übrigen erkenne ich viel von den morsix regeln im „ichel-system“, nur ein wenig anders und „praktischer“ ausgedrückt.)

    Ich finde es gut und interessant zu lesen, dass für dich ein spannender ort sehr, sehr wichtig ist, so hast du das spiel eben verstanden. Jemand anderes versteht es anders, legt vielleicht nur wert auf schwierige erreichbarkeiten der dose, etc pp. Deshalb empfinde ich den titel deines blogartikels einfach als sehr irreführend. Es gibt kein richtig und kein falsch. Oder um nochmal auf meinen vorkommentator zurückzukommen, jeder spielt das spiel wie er mag. oder, um mal aus meinem GC profil zu zitieren: „… – Jeder soll das Spiel so spielen, wie es ihm gefällt.* – *unter Beachtung der Rechte und des Spielspasses der Mitspieler! …“

    So, eine kleinigkeit hab ich noch, du schreibst: „…einen Aufruf zum Dosenlegen lesen, weil eben das Hobby den Bach hinuntergeht. …“ Nein. Es ist kein Aufruf, weil das Hobby den Bach runtergeht. Ich habe geschrieben, „…Ich habe mir dazu so meine Gedanken gemacht, kann den ein oder anderen Schluss nachvollziehen, manches sehe ich aber auch nicht so….“ Ich denke nicht, dass Geocaching den Bach runter geht. Es verändert sich. Das tat es schon immer, das wird es immer.
    Und ich habe mit P12-17 mir selber etwas auferlegt. Es geht also zuallererst mal um mein „ownerverhalten“, wobei ich mitstreiter herzlich willkommen heisse. Also kein Aufruf „macht es so, dann wird alles besser“ sondern mehr eine aussage „ich will es jetzt so machen und wenn ihr mögt, denkt mal über euer legeverhalten nach“.

    LG,
    palk. :)

  • Für mich ist die Location durchaus wichtig und ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, den Cache anzugehen oder nicht, aber auch die Dosengröße und eine vermutete oder mir mitgeteilte Kreativität. Das Gesamtpaket muss stimmen oder zumindest den Eindruck erwecken:
    Wenn ein schöner Waldspaziergang lockt, werde ich die Mikros auf dieser Runde mitnehmen, da sticht die Location die Schnödheit der Caches. Ein einzelner Regular würde mich viel eher anlocken, egal ob Tradi, Multi oder LBH, eben weil für mich der Gedanke der Schatzsuche im Vordergrund steht, die Aussicht auf eine zünftige Dose mit einem echten Logbuch.
    Diesen Regular werde ich aber nicht angehen, wenn er in irgendeiner versifften Ecke liegt. Kurz gesagt: Location ist schon wichtig, aber eben nicht das einzige Kriterium

  • Für mich ist tatsächlich NUR die Location wichtig. Und natürlich, dass der Cache wenigstens halbwegs ordentlich gepflegt ist.

    Kreative Verstecke müssen nicht sein und sind meist sowieso nach gewisser Zeit kaputt.

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