Februar 18

Wandern zur Küssenden Sau, Felsenlabyrinth, Blautopf und URMU

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Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen und die Lust sich zu bewegen. Das sind drei Zutaten die uns am Wochenende nach draußen gelockt haben.

Blaubeuren ist immer einen Ausflug wert. Vor allem zum wandern. Wir haben uns für ein kleine Runde von knapp 7 km entschieden.

Ein Blick in die Webcam offenbarte das dort wenig Schnee liegt. Ideal also für eine gemütliche Wanderung mit anschließendem Besuch im URMU.

Die Tour

Die Auswahl an Touren rund um Blaubeuren ist groß. Der letzte Besuch dort war zum Geocaching vor mehr als drei Jahren. Damals haben wir den schönen Multi Rucken – Blaufels – Rußenschloss gemacht.

Höchste Zeit dieser tollen Landschaft mal wieder einen Besuch abzustatten.

Start am URMU

Als Startpunkt haben wir den kostenlosen Parkplatz am Urgeschichtlichen Museum ausgewählt. Zunächst verläuft die Strecke direkt durch das Städtle.

Mit dem Tag hatten wir Glück, es waren nämlich ein paar Marktstände aufgebaut, wo wir uns erst mal einen LKW (Leberkäswecka) zur Stärkung geholt haben.

Nach gut einem Kilometer kamen wir dann aus der Stadt raus in bewaldetes Gebiet.

Brillenhöhle

Das erste Highlight der Strecke ist die Brillenhöhle. In ihr wurden schon zahlreiche bedeutende Funde gemacht. Aus diesem Grund ist sie auch nicht zugänglich.

Wir haben allerdings einen interessanten Fund unterhalb der Höhle gemacht. Eine alte Bienenwabe. Sicherlich nicht so alt, dass sie im Museum ausgestellt werden könnte.

Bienenwabe Brillenhöhle

Eine Erklärung wie diese da hinkam haben wir auch gefunden. Am Fels oberhalb der Brillenhöhle ist ein großer Vogelnistkasten angebracht. Wir vermuten das dort mal ein Bienenschwarm eingezogen ist. Danach hat irgendein Vogel (vielleicht Specht) den Nistkasten ausgeräumt und dabei fiel ein Teil der Wabe nach unten. Könnte aber auch alles ganz anders sein.

Vogelhaus Brillenhöhle

Küssende Sau/Felsenlabyrinth

Nach einem weiteren leichten Anstieg geht es durch das Felsenlabyrinth mit einem Felstor. Dort ist auch eine Felsformation zu sehen, die an eine die Küssende Sau erinnert. Viel Fantasie braucht es dazu nicht.

Küssende Sau Blaubeuren

Hier haben wir ein wenig verweilt, die Ruhe genossen, ein paar erste Frühlingsblumen beobachtet und den Dohlen beim Flug zugeschaut.

Felsentor Felsenlabyrinth Blaubeuren

Günzelburg

Auf dem Weg zur Ruine Günzelburg passierten wir auch den höchsten Punkt der Wanderung mit 690 m. Leider ist von der Ruine nicht mehr viel erhalten. Bis auf ein paar Treppen und ein paar zu erahnenden Mauern ist nicht viel zu sehen. Der Ausblick dafür ist herrlich.

Ruine Günzelburg Blaubeuren

Die Bank dort lädt zum verweilen ein und bietet einen schönen Blick auf das Achtal und das kleine Örtchen Weiler.

Ausblick Ruine Günzelburg Blaubeuren

Als wir uns satt gesehen hatten, ging es wieder ein Stückchen zurück auf dem Weg. Hier oben hatte es sogar noch Schnee, durch den wir dann Richtung Blaubeuren stapften.

Vorbei an einer kleinen Lichtung, über schöne Waldwege ging es dann in Serpentinen abwärts nach Blaubeuren. Die B28 kann man glücklicherweise unterqueren.

Blautopf

Quer durch Blaubeuren verläuft der letzte Teil der Wanderung Richtung Blautopf. Als Orientierung kann man sich an das auffällig grüne Dach der Klosterkirche halten.

Dahinter liegt, bewacht von der schönen Lau, der geheimnisvolle Blautopf. Ein Ort der Legenden und Sagen.

Blautopf Blaubeuren

Direkt am Blautopf gibt es auch eine Hammerschmiede und ein nettes Cafe. Beides hatte allerdings noch Winterpause.

Blautopf

Der Blautopf ist die zweitgrößte Karstquelle Deutschlands und ca. 22 m tief. Den ersten Platz belegt der Aachtopf. Das bisher erforschte Höhlensystem des Blautopf ist mit 10 km das längste der Schwäbischen Alb. Nähere Informationen und Bilder gibt es unter: https://www.blautopf.de

URMU

Bei dem Namen mussten wir irgendwie an Urmel aus dem Eis denken. Es handelt sich dabei aber um das URgeschichtliche MUseum in Blaubeuren.

Dort sind die wohl bekanntesten Funde der schwäbischen Alb ausgestellt. Die Venus, der Löwenmensch und auch der Wasservogel.

Venus Blaubeuren

Natürlich gibt es auch noch viele andere interessante Dinge zu bewundern. Am meisten haben uns die damaligen Flöten aus Elfenbein und Knochen beeindruckt.

Es war schon eine Meisterleistung diese herzustellen und zum klingen zu bringen. Hörproben gibt es auf Knopfdruck.

Im Anschluss an das Museum gibt es noch die Möglichkeit einen Film über den Blautopf anzuschauen.

Von uns gibt es eine ganz klare Empfehlung das Museum zu besuchen. Wir haben viel über unsere Vorfahren in Erfahrung bringen können und endlich auch mal die Venus in echt gesehen.

Was ist denn Eure bevorzugte Wanderregion in Deutschland und warum?

Viel Spaß beim nachwandern wünschen

Ramona & Jochen


Tags

blaubeuren, felsenlabyrinth, küssende sau, urmu, wandern


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