Januar 31

Worbla – Erste DIY Versuche mit Thermoplastik eine Form zu machen

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Habt ihr euch schon gefragt, womit die Cosplayer ihre Kostüme bauen? Wir haben es zufällig auf der Kreativ Messe in Stuttgart entdeckt. Das Zeug hört auf den Namen Worbla und ist Thermoplastischer Kunststoff.

Ritterrüstungen, Waffen, Deko-Objekte, Verzierungen für Geocaches und viele weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt es für Thermoplastik.

Wir haben uns mal zwei Platten davon mitgenommen. Im Hinterkopf hatten wir schon eine Idee was wir damit anstellen.

Vor Jahren haben wir mal einen Kosmetiktuchspender* erworben, welcher das Gesicht eines Moai (Steinfiguren der Osterinseln) hat. Leider ging die Box aus Kunststoff mit den Jahren kaputt.

Nun könnte man natürlich den Kopf vom Rest lösen. Dieser ist aus Gips gemacht, also massiv. Danach einfach an eine selbst gebastelte Holzbox anbringen und fertig. Wir haben uns aber für eine Kopie entschieden. Wenn das funktioniert, können wir uns nämlich eine zweite Box für den Garten bauen.

Benötigtes Material

Der Materialaufwand ist sehr gering.

Was ist Worbla?

Wie oben schon beschrieben, handelt es sich bei Worbla um einen thermoplastischen Kunststoff. Dieser verformt sich unter Einwirkung von Hitze (ab 65 °C). Nach dem abkühlen behält er die eingenommene Form. Die Besonderheit daran, er lässt sich wieder und wieder verformen.

Sollte man also mal einen Fehler gemacht haben, einfach wieder erwärmen und zurückformen.

Den Kunststoff gibt es übrigens in verschiedenen Farben und Körnungen. Man kann diesen mit Tapetenmesser oder Schere einfach schneiden und sogar lackieren oder anmalen.

Von der Kunststoffplatte zur Form

Die Bearbeitung ist wirklich kinderleicht. Wir haben die Platte einfach auf den Moai-Kopf gelegt. Nach dem gleichmäßigen erwärmen mit dem Heißluftfön merkt man schnell, dass der Kunststoff weicher wird und sich an die Formen des Kopfes schmiegt. Ein wenig nachhelfen kann man natürlich, um die Konturen genau auszuarbeiten.

Wenn alles abgekühlt ist, wird die Form vorsichtig abgenommen. Es kann sein, dass der Kunststoff an manchen Stellen leicht festklebt. Also nicht mit zu viel Gewalt dran gehen.

Weiterbearbeitung

Nachdem wir die Figur nun zugeschnitten haben, wird diese noch mit einem Granit-Effekt-Lack* lackiert. Diesen haben wir schon zur Tarnung einer Munitionsbox verwendet.

Dann fehlt nur noch eine passende Spenderbox, in die wir die Figur einbauen können. Da sind wir noch am überlegen, ob wir diese selbst bauen, oder auf eine fertige Lösung aus der Bucht zurückgreifen.

Das Endergebnis zeigen wir Euch dann in einem gesonderten Beitrag.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten für Worbla

Das Material ist vielseitig. Sicherlich lässt sich das auch im Bereich Geocaching zum verschönern von Dosen, basteln von Stages oder zur Verzierung des Logbuchs einsetzen. Wir haben ja noch ein paar Reste übrig und werden mal sehen, was man damit alles anstellen kann.

Habt ihr schon mal mit Worbla gearbeitet oder werdet ihr es ausprobieren? Wenn ja, dann schreibt doch mal, was ihr damit so macht.

Viele Spaß beim basteln wünschen

Jochen & Ramona

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Tags

cosplay, diy, formenbau, Geocaching, larp, worbla


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